Review

Die Monsterjagd ist wieder eröffnet

Mit „Monster Expedition“, einer Kombination aus Karten- und Würfelspiel, erdacht von Spieleautor Alexander Pfisters und erschienen bei der Amigo Spiel + Freizeit GmbH, wartet ein neues Abenteuer in der Welt von „Carnival of Monsters“ auf 1-4 Spieler ab 12 Jahren.

Wieder geht es darum, in verschiedenen Gegenden, darunter diesmal die Wolkenlande, die Tiefsee und der Verwunschene Wald, einzigartige Monster zu fangen.

Und so spielt man >Monster Expedition<

Zu Beginn des Spiels erhält jeder Spieler drei Versorgungscamps in den Farben blau, gelb und grün. In der Tischmitte werden zehn Monsterkarten als Wildnis ausgelegt. Abhängig von der Spieleranzahl wird ein Nachziehstapel gebildet und zusammen mit dem Spielplan und allen Würfeln in die Tischmitte gelegt.

Nun sind die Spieler der Reihe nach am Zug. Ein Zug besteht dabei aus vier Phasen:

Phase 1: Camp auswählen

Während dieser Phase entscheidet sich der Spieler für eines seiner drei Versorgungscamps und nutzt es, um auf Monsterjagd zu gehen. Die Stufe des Versorgungscamps gibt vor, welche und wie viele Würfel zur Verfügung stehen.

Phase 2 & 3: Monsterjagd & Camps verbessern

Am Anfang der Jagd würfelt ein Spieler mit allen Würfeln, die ihm laut ausgewählter Camp-Karte zur Verfügung stehen.

Nach jedem Wurf legt er alle Würfel eines Wertes heraus, den er noch nicht herausgelegt hat. Hat der Spieler keinen neuen Wert gewürfelt, zählt der Wurf als Fehlwurf und der Spieler verliert den besten seiner schon herausgelegten Würfel. Mit den übrigen herausgelegten Würfeln darf der Spieler nun in der Wildnis-Auslage ein oder mehrere Monster erjagen, die der Farbe seines genutzten Versorgungscamps entsprechen und damit dann anschließend die Würfelstufe seines Camps verbessern, sofern möglich.

Stets gilt die Devise: Je mehr Monster, desto besser. Viele Monster haben zudem Fähigkeiten, die die Spieler bei der Monsterjagd unterstützen. Außerdem besteht die Möglichkeit, neben den üblichen Kreaturen auch Monster in Käfigen zu fangen, durch die man bei der Schlusswertung eine (überraschende) Punktzahl erhalten kann.

Nicht aus den Augen verlieren sollte man zudem die Boni verschiedener Monsterkarten, die einem einmalig oder bei jedem Spielzug Vorteile verschaffen und derart auch das Zünglein an der Waage darstellen können, wenn es später um den Sieg geht.

Phase 4: Wildnis-Auslage auffüllen

Am Ende des Zuges gilt es, die Wildnis-Auslage erneut auf zehn Karten anzufüllen.

Das Spielende wird eingeläutet, wenn der Nachziehstapel aufgebraucht ist. Danach wird weitergespielt, bis alle Spieler gleich oft am Zug waren.

Es gewinnt schließlich derjenige, der am Ende die Monster mit den meisten Siegpunkten gefangen hat.

Kleiner, aber feiner Allrounder

Die Spielregeln sind ausführlich, verständlich und mit Beispielen versehen im beiliegenden bebilderten Regelwerk erklärt. Dadurch ist der Spielablauf nach einer – eventuell noch etwas holprigen – Proberunde schnell verinnerlicht. Einem fortan routinierteren Spielfluss steht somit nichts im Weg.

Neben dem offensichtlich notwendigen Würfelglück entscheidet auch ein bisschen Taktik über Sieg oder Niederlage. Das und die Tatsache, dass man „Monster Expedition“ sogar in einer Solovariante spielen kann, machen das Brettspiel zu einem kleinen, aber feinen Allrounder für jede Gelegenheit.

Ein Hingucker: Das Spielmaterial

Einblick in das Spielmaterial von „Monster Expedition“. (Copyright: Amigo)

Darüber hinaus punktet das Spiel – ähnlich wie schon sein großer Bruder „Carnival of Monsters“ – durch das sehr strapazierfähige und mehr als ansehnliche Spielmaterial.

Hervorragende Illustrationen, für dessen Grafiken Dennis Lohausen, Michael Menzel und Oliver Schlemmer verantwortlich zeichnen, sorgen für Hingucker.

Dass die Innenseite des Spielschachteldeckels derart mitgestaltet wurde, um als passende Würfelarena zu dienen, ist sowohl praktisch als auch platzsparend.

Fazit

Stimmungsvoll fügt sich „Monster Expedition“ in die Welt des Draft-Kartenspiels „Carnival of Monsters“ ein. Dabei werden dessen Spielprinzipien teils beibehalten, teils aber auch vereinfacht. Dies und der kompaktere Umfang der Verpackung und des Materials lassen somit den Eindruck einer „To Go“-Variante von „Carnival of Monsters“ entstehen. Davon abgesehen ist vorliegendes Würfel-Kartenspiel jedoch ein eigenständiges Spiel und kann sich als solches auch behaupten.

Insgesamt also ein (mit durchschnittlich 30-minütiger Partiedauer) kurzweiliger Spielspaß, der einen umso höheren Wiederspielwert besitzt.

Videos

Spielinfo

Begebt euch auf die Jagd nach legendären Monstern!

„Monster Expedition“ ist das spannende Würfelspiel in der Welt von „Carnival of Monsters“.

Als neueste Mitglieder der Königlichen Monstrologischen Gesellschaft begeben sich die Spieler bei Monster Expedition auf die Jagd nach legendären Kreaturen. Diesmal wurden sie in den Wolkenlanden, in der Tiefsee und im Verwunschenen Wald gesichtet. Dort gilt es, Camps aufzuschlagen und sie mithilfe von Würfeln einzufangen. Monster helfen sogar dabei, die eigenen Camps zu optimieren und warten mit Fähigkeiten für die Jagd auf. Wer mit den beeindruckendsten Kreaturen von seiner Monster Expedition zurückkehrt, gewinnt.

(Quelle: Amigo)

Spielmaterial

60 Expeditionskarten
12 Versorgungscamps
11 Würfel
36 Wappen
1 Spielplan
1 Spielanleitung

Details

Hersteller: Amigo
Sprache: Deutsch
Freigabe: Empfohlen ab 12 Jahren
Anzahl Spieler: 1-4
Spieldauer: ca. 30 Min.
Vö-Datum: 09/2020
Homepage Hersteller: Amigo

Copyright Cover: Amigo



Über den Autor

Conny
"Das Durchschnittliche gibt der Welt ihren Bestand, das Außergewöhnliche ihren Wert." - Oscar Wilde