Review

Work of Art präsentieren auf ihrem Album „Framework“ sehr glatten, melodischen Rock, der mit Keyboards und dezenten elektronischen Spielereien aufgepeppt wird. Ein wenig Glamrock kann man hier und da auch heraushören.

Bereits der Opener „Time to let go“ untermauert diesen Eindruck. Doch auch wenn dieser Song im ersten Moment sehr unspektakulär klingt, gibt es doch immer wieder spannende Momente, die dafür sorgen, dass man „Time to let go“ durchaus auch mehrmals hören kann, ohne dass einem diese Nummer aus den Ohren wieder rauskommt. Zusätzlich gibt es als Bonus ein ziemlich gut gespieltes Gitarrensolo, welches wunderbar ausgedehnt wurde und perfekt in den Track passt. Melodie und Refrain sind derart eingängig, dass bereits dieser erste Track eine hohe Ohrwurmgefahr besitzt.

Das nun folgende „How will I know?“ ist zwar von der Struktur genau so aufgebaut wie bereits „Time to let go“, klingt aber dennoch komplett anders. So fühlt man sich – sofern man den vorigen Titel mochte – gleich richtig gut unterhalten und bekommt dennoch Abwechslung geboten. Selbst die Tatsache, dass sogar das Solo an nahezu derselben Stelle sitzt, stößt nicht sauer auf, denn Work of Art haben sowohl Gesang, Melodie als auch die Klangfarbe der Instrumente verändert, sodass „How will I know?“ ebenfalls ein wohlklingender Song ist.

„Shout ‚till you wake up“ geht ein wenig in die balladeske Richtung, wobei Work of Art eher experimentell vorgehen und sich nicht auf den klassischen Aufbau einer Rockballade verlassen. Vielmehr wird zwar recht ruhig, gleichzeitig aber sehr kantig gestartet und im Refrain finden sich eine klare Melodie sowie ein insgesamt schnellerer und härterer Sound. Eine interessante Kombination, die durchaus Spaß macht.

Work of Art (Copyright: Work of Art)

Work of Art (Copyright: Work of Art)

„The Machine“ setzt wieder auf das bekannte Konzept, welches uns bereits bei den ersten beiden Tracks der Scheibe aufgefallen ist und das auch – so viel kann ich sagen – bei einigen anderen Titeln angewendet wird. Dennoch ist auch „The Machine“ recht individuell und setzt auf etwas härtere Elemente, die teilweise sogar ihre Fühler in Richtung Heavy Metal ausstrecken.

„My waking Dream“ ist der letzte Titel dieses Albums und beginnt sehr ruhig. In dieser gemütlichen Geschwindigkeit geht es auch weiter, denn bei diesem Song handelt es sich um eine sehr langsame Ballade, die dennoch abwechslungsreich genug ist, um nicht langweilig zu werden. Ein schöner Abschluss dieser Scheibe.

Work of Art haben mit „Framework“ zwar eine Platte an den Start gebracht, die – wenn man genau hinhört – recht oft auf ähnliche Songstrukturen setzt, diese aber dennoch derart unterschiedlich verwendet, dass auch mehrmaliges Hören dieser Scheibe keinerlei Langeweile aufkommen lässt. Alle Titel sind mit viel Liebe zur Musik eingespielt worden und klingen wirklich gut, weshalb ich diese Scheibe Freunden des Rock durchaus empfehlen kann. Lediglich die Tatsache, dass „Framework“ insgesamt ein wenig zu glatt ist, ist zu kritisieren, dieser Punkt fällt aber nicht sehr ins Gewicht.

Video

Tracklist

01 Time to let go
02 How will I know?
03 Shout ‚till you wake up
04 Can’t let go
05 How do you sleep at Night?
06 Over the Line
07 The Machine
08 Hold on to Love
09 Natalie
10 The turning Point
11 The Waking Dream

Details

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Label: Frontiers Records / Soulfood
Vö-Termin: 19.09.2014
Spielzeit: 46:53

Copyright Cover: Frontiers Records



Über den Autor

Stefan †
Stefan †
Die Lücke, die Stefan als Magazinmitbegründer, Administrator, Redakteur und Freund durch seinen plötzlichen und viel zu frühen Tod im Dezember 2014 hinterlässt, bleibt groß. Er wird immer in unseren Herzen und ein Teil des DeepGround Magazines bleiben.