Review

Mit dem 2018 erschienenen Debütalbum „The Tragedy Of Seconds Gone“ eroberten Wisborg die dunkle Szene im Sturm. Auftritte auf namhaften Festivals wie dem WGT oder dem Autumn Moon sowie Supportshows für diverse Szenegrößen waren die Folge und taten ihr Übriges zur steigenden Bekanntheit dazu.

Auf ihrem zweiten Album „From The Cradle To The Coffin“, das kürzlich über das Label Danse Macabre auf den Markt gekommen ist, zeigen Wisborg ihren gewohnten Post Punk-/Darkwave-Sound, geprägt von den 80er Jahren und gepaart mit neuen experimentellen elektronischen Elementen. Damit kehren sie 2019 stärker, wenn nicht sogar besser zurück.

Tiefe sinnliche Stimme trifft auf Darkwave der Extraklasse

Der Opener „Danse Macabre“ setzt auf ein fantastisches Klavierintro bis etwa in der Mitte des Songs die Stimme von Konstantin Michaely für einen kurzen, aber schönen Moment einsetzt und den Titel dadurch zu etwas ganz Besonderem macht.

Während die Folgesongs „Spirits That I Called“ und „Don’t Dig Deep In The Shallow“ auf Electro-Beats und Power setzen, fallen „Vanitas“ und „The Reaping“ ruhiger aus. Die vom Gesang geprägten Tracks werden zusätzlich gelungen von der Musik getragen und stellen definitiv Highlights des Albums dar.

Der schönste Song auf „From The Cradle To The Coffin“ ist dann aber „Cruelty Of Time“. Jener schließt das Album ab – und dies einmal mehr mit einer gesanglichen Meisterleistung.

Fazit

Wisborg (Copyright: Laguz Photography)

Anders als bei Konstantin Michaelys Soloprojekt Morgue Poetry (Debütalbum: „In the Absence of Light“) präsentiert das Stimmwunder zusammen mit Nickolas Eckstein unter dem Namen Wisborg eine härter in Szene gesetzte Musik, welche dennoch bezüglich Tiefgang und Sinnlichkeit nicht zu übertreffen ist. Nicht zuletzt ist dies der fantastischen Stimme geschuldet, die vor allem die Damenherzen in ihren Bann zieht.

„From The Cradle To The Coffin“ ist daher ein Album, an dem Szenegänger und Freunde des Darkwave nicht vorbei kommen werden.

Video

Tracklist

01 Danse Macabre
02 Spirits That I Called
03 Don’t Dig Deep In The Shallow
04 The Reaping
05 Vanitas
06 Blood Is Life
07 Beautiful & Broken
08 Sardonic Laughter Of Doomed Lovers
09 Apocalypse
10 Cruelty Of Time

Details

Wisborg – Homepage
Wisborg – Facebook

Label: Danse Macabre
Vö-Termin: 29.03.2019
Spielzeit: 51:47

Copyright Cover: Danse Macabre



Über den Autor

Jasmin
Jasmin
Musik ist Balsam für meine Seele