Review

Am 22.2. dieses Jahres erschien das Album „Imperium“ von der Band Walls Of Blood.

Dazu kann man eigentlich nur eines sagen: Einsame Klasse!
Warum? Ganz einfach. Der kanadische Künstler Glen Drover ließ, nennen wir es mal pathetisch, seine ganze „Vergangenheit“ in sein neuestes Projekt einfließen.

Glen Drover & Prominenz

Den meisten dürfte Drover als Leadgitarrist von Megadeth, King Diamond und Testament bekannt sein. Allerdings hatte er auch eine Band mit seinem Bruder. Die beiden machten als Eidolon Furore.

So verwundert es nicht, dass er auf diesem Meisterstück Größen wie Tim Owens, Chuck Billy, Henning Basse, Tod La Torn und einige mehr vereint.

Auf dem insgesamt zehn Titel umfassenden Album bekommt man beim Hören Thrash-, Speed- und Classic Metal um die Ohren gefeuert. Alles in allem also eine abwechslungsreiche Sache, die Interesse nach mehr weckt.

Die Songs

„Leave This World Behind“ ist der Opener des Albums und gibt die Richtung schon vor. Der Tausendsassa Drover versteht es bei diesem Titel, nicht nur einzigartige kraftvolle Solo-Riffs technisch einwandfrei zu integrieren, sondern auch komplexe und originelle Klar-Melodiken darzubieten. Die richtige Würze bekommt der Track dann mit der Stimme seines alten Eidolon-Sängers Nils K. Rue, der seine Vocals wie gewohnt gekonnt einzusetzen weiß.

Die gleiche Energie findet sich in Songs wie „Discordia“ und „Blood Sacrifice Ritual“ wieder. Bei Letzterem stellt Henning Basse unter Beweis, was er gesanglich zu bieten hat, was zum Teil an eine Mischung aus Iron Maiden mit einem Hauch opernhafter Harmonien erinnert und dem Stück das gewisse Etwas verleiht.

Er zeigt auch auf „The Fault Of Man“ einmal mehr, was er kann – und das kann sich wiederum deutlich sehen bzw. hören lassen. Seine stimmliche Feuerkraft ist und bleibt unverkennbar.
„Seven Spirits“ macht da keine Ausnahme.

Konstruktive Experimente mit differenzierten Rhythmen dominieren in Titeln wie „Walls Of Blood“ und auch „Dark Lords Of Sleep“, welche stimmlich auf ein gutes Niveau gebracht werden.

Eine Art Bruch in Sound und Stil stellt hingegen das Cover zu „Junkhead“ dar; eine wunderbare Replik des Originals von Alice In Chains – nur mit härteren Rhythmen. Es macht demnach dem Stoner Rock-Genre alle Ehre.

Fazit

Alle Ehre macht der Band auch ihr Album „Imperium“. Drover schafft es hier, in nur zehn Titeln Musikgrößen zusammenzutrommeln und aus dem Silberling schließlich eine runde Sache zu zaubern.

Video

Tracklist

01 Leave This World Behind
02 Discordia
03 Waiting To Die
04 Blood Sacrifice Ritual
05 Tarnished Dream
06 Walls Of Blood
07 The Fault Of Man
08 Dark Lords Of Sleep
09 Junkhead
10 Seven Spirits

Details

Walls Of Blood – Facebook

Label: Metalville / Rough Trade
Vö-Termin: 22.02.2019
Spielzeit: 47:02

Copyright Cover: Metalville



Über den Autor

Daggy
Daggy
Es war einmal...vor langer Zeit..., ein Mädel aus Bayern, das den Sprung von einer katholischen Klosterschule schaffte und ans andere Ende Deutschlands reiste. Dort absolvierte sie als eine der ersten Frauen ihren Dienst bei der Marine. Von dort aus führte ihr Weg zu ihrem jetzigen Job, der sie seither rund um die Welt führt. So lebte sie bisher in den USA (Atlanta), Berlin (ohnehin ihre Wahlheimat), Indien (Mumbai) und derzeit China (Peking). Dabei ist das Reisen, als auch das Fotografieren ein wesentlicher Teil von ihr. Das Ganze wird untermalt von ihren "exzessiven" Konzert- und Festivalbesuchen, denn Musik öffnet überall auf der Welt Tür und Tor.