Review

Voyager – ein Begriff mit unzähligen Bedeutungen, der zudem stellvertretend für eine unübersichtliche Fülle an Assoziationen zu u.a. Star Trek oder motorisierte Gefährte aller Art steht. In diesem Fall ist jedoch die Rede von der australischen Prog Rock/Metal Band, die unter dem ebenso vielsagenden, dafür aber schlichten Namen „V“ ihr inzwischen fünftes Album veröffentlicht.

Und meine Güte, was lassen Voyager damit für ein Kaliber auf die Hörer los!
13 Tracks zeugen von der handwerklichen Geschicklichkeit des Quintetts und ihrem Händchen für hervorragendes Songwriting.
Die Band selbst verspricht, dass „V“ „heavy, groovy und super-catchy“ geworden ist – und man muss ihnen zustimmen.

Teils durch die Gitarren, oft durch die Drums und ab und an durch gutturale Zusätze, die überraschend auftauchen, allerdings perfekt ins musikalische Geschehen passen, wird die erwähnte Heavyness erzeugt. Einen ersten Geschmack darauf liefert bereits der Instrumentalpart des Openers „Hyperventilating“.

Dieser bietet zudem einige elektronische Elemente, die die Vielschichtigkeit von Voyager ein weiteres Mal unterstreichen.

Voyager (Copyright: Voyager)

Voyager (Copyright: Voyager)

Halten wir also fest: Auf „V“ finden nicht nur die allzu typischen Prog Rock-Gitarrenfrickeleien Verwendung, nur um kurz darauf wieder prompt robust in die Saiten zu greifen, sondern ebenfalls Growls bzw. gutturale Anleihen, elektronische Zugaben und Trommeln. Mehr geht musikalisch doch gar nicht, oder?

Doch, denn über allem steht gleichberechtigt neben den Instrumenten die warme, angenehme Gesangsstimme von Danny Estrin.
Nicht nur daran erkennt man die Qualität auch in Sachen Produktion. Druckvoll, ausgewogen und die Moderne im Klang von Voyager betonend präsentiert sich der Sound der Band und zeigt gleichsam die technische Versiertheit im Spiel der Australier auf.

Und so reiht sich dank der wunderbaren Melodien, die einen leichten Pop-Charme versprühen, ein Ohrwurm an den anderen, während die Härte des Rock und Metal nicht vernachlässigt wird.
„Heavy, groovy und super-catchy“ also!

So vielseitig der Begriff Voyager also weltweit eingesetzt wird, so vielseitig zeigt sich auch das Album der Band aus Australien.
Und so steht fest: Mit dem vor Energie und Spielfreude strotzenden Album „V“ werden auch Prog-Verschmäher dem Genre etwas abgewinnen können!

Video

Tracklist

01 Hyperventilating
02 Breaking Down
03 A Beautiful Mistake
04 Fortune Favours The Blind
05 You, The Shallow
06 Embrace The Limitless
07 Orpheus
08 The Domination Game
09 Peacekeeper
10 It’s a Wonder
11 The Morning Light
12 Summer Always Comes Again
13 Seasons Of Age

Details

Voyager – Homepage
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Label: IAV Records / MBM
Vö-Termin: 27.06.2014
Spielzeit: 54:47 Minuten

Copyright Cover: IAV Records / MBM



Über den Autor

Conny
Conny
"Das Durchschnittliche gibt der Welt ihren Bestand, das Außergewöhnliche ihren Wert." - Oscar Wilde