Review

Bandname und Artwork spiegeln nicht unbedingt das wider, was man auf den ersten Blick von Ultra Panda und ihrem Album „The New Bear“ erwarten würde. Die Band aus Frankreich praktiziert Alternative bzw. Post-Rock, der mit mitreißender Energie und gleichermaßen fesselndem Groove daher kommt. Auch wenn die Platte mit nur vier Songs glänzt, lässt sich hier das eine oder andere Schätzchen entdecken.

Das Trio besticht vor allem lediglich durch den Einsatz von Bass, Drums und Gesang. Welchen Vorteil die brummenden Saiten haben, beweist bereits der zweite Song „New Bear“. Ein griffiges Riff, das die Beine fordern wird. Doch sobald Ultra Panda die Verzerrung und ihr hartes Drumming auspacken, bleibt keiner mehr stehen.
Dies ist die generelle Intention der Platte: Ihre Hörer mitzureißen oder wahlweise mit dem Kopf mitnicken zu lassen. Dabei arbeiten die Jungs mit einem sehr markanten Gesang, welcher eine Mischung aus Exzentrik und Melodik bietet. Passend zum Rest animiert man auch hier zum Mitsingen.

Während „Dark Knight“ vor Post-Hardcore nur so explodiert, geht es mit dem letzten Titel „MTGMA“ tiefer in die Atmosphäre. Bis zur guten Hälfte bieten Ultra Panda ein ungewohnt epochales Ausmaß an Musik. Danach schwächelt man etwas und lässt „The New Bear“ locker ausrollen.

Ultra Panda (Copyright: Ultra Panda)

Ultra Panda (Copyright: Ultra Panda)

Leider kommt die kurze Laufzeit der Platte nicht unbedingt zugute. Ultra Panda liefern zwar einen guten Überblick über ihre musikalische Aktivität, aber es fehlt der berühmte Funke, der überspringen sollte. Hier wäre es vor allem wichtig gewesen, ein breiteres Spektrum an Variationen zu bieten. Die Jungs machen ihre Sache zwar gut, gestalten ihre Songs aber nicht bahnbrechend.

Somit ist es schade, dass es nicht mehr als vier Songs auf diese Platte geschafft haben, denn dem Gegebenen fehlt eindeutig noch ein Highlight oder ein Höhepunkt, der das Material von Ultra Panda richtig zünden lässt.

Nichtsdestotrotz schaffen es die Musiker, den Hörer immer wieder an ihren Sound zu binden, denn die energetischen Übergänge sind flüssig, Ultra Panda nutzen ihre instrumentale Seite voll aus und bringen catchige Hooks.

Trackliste

01 Hunter
02 New Bear
03 Dark Knight
04 MTGMA

Details

Ultra Panda – Facebook
Ultra Panda – Soundcloud

Label: Atypeek Music
Vö-Termin: 00.07.2016
Spielzeit: 14:41

Copyright Cover: Atypeek Music



Über den Autor

Christopher