Review

Die Trancecore Band To the Rats and Wolves hat sich 2012 gegründet und kann bereits zwei Alben vorweisen.
Nun kommt das neue Werk mit dem Titel „Cheap Love“ auf den Markt.

Es brauchte nur 1,5 Jahre, um »Cheap Love« zu schreiben, aufzunehmen und zu produzieren – eine Zeit, in der die Band sich erneut weiterentwickelte, sich ihrer Masken-Outfits entledigte und den nächsten logischen Schritt nach dem vielgelobten »Dethroned« (2016) vollzog. Heute zeigen sie sich bodenständiger und erwachsener und haben ein Quäntchen der genannten Heaviness abgelegt, im gleichen Atemzug jedoch eine Menge mehr Gefühl und Emotion zugelassen.

Quelle: Arising Empire

Die Band zum Album

Die beiden Vorgängeralben konnten schon überzeugen. Nun sind die Fans gespannt, was das neue Werk kann.

In einem Statement schickt Gitarrist Danny Güldener der Veröffentlichung voraus:

Es geht um alltägliche Sorgen […] von der Liebe über Herzschmerz bis hin zu Depressionen.
Wir alle haben sehr viel Scheiß mitgemacht, Depressionen durchlebt, uns als Band des Öfteren fast getrennt.
„Down“ ist ein Uplifter, den man in solchen Momenten braucht. Der Song hat uns während des Albumprozesses Hoffnung gemacht.

Die Songs

Wer aufmerksam war, konnte den Song „Cheap Love“ bereits in Form des Musikvideos hören. Im Clip führt ein Hund ein wildes Leben – und auch der Song könnte ein Party-Hit werden. Sowohl Rock- als auch Trance-Elemente werden im Song verwendet. Natürlich darf zudem das altbekannte Screamen und Growlen hier auf keinen Fall fehlen. Headbangen ist somit garantiert.

„Therapy“ wirkt hingegen relativ poppig und klingt trotz des gefühlvollen Gesangs nach einem Sommerhit.

Schmerz und tiefe Gefühle gibt es dann (vor allem durch den Gesang) in „All The Things“ zu hören. „I’m broken, I’m fine. I smile an I cry“ – der Titel veranschaulicht die Gefühlswelt eines Menschen, der seinen Schmerz nicht nach außen zeigt. Ein Track, in dem sich viele Hörer wiederfinden werden.

Mit elektronischer Dominanz folgt „Never Stop“. Der Song ist ziemlich hart und erinnert an alte To the Rats and Wolves-Titel. Schönes Growlen und harter Rock-Sound wechseln sich mit elektronischen Klängen und gefühlvollem Gesang ab. „I won’t stop until I got you“ – hier ist klar ein Liebeslied zu hören.

Das anschließende „Friendz“ wird von elektronisch verzerrten Klängen begleitet. Inhaltlich widmet sich die Band einer kaputten Freundschaft. „Well, I thougt we were friends“ – die Enttäuschung ist im Text deutlich zu hören.

Ein Track zum Tanzen ist dann „Look What You Made Us Do“. Hier verarbeiten To the Rats and Wolves ihre Veränderung. Doch auch wenn sie dadurch wie Phönix aus der Asche steigen, wird dies manch einem Hörer nicht so ganz gefallen wird.

Gastmusikalische Unterstützung erhält das Sextett schließlich noch in „True“Trevor Wentworth von Our Last Night singt hier mit, während elektronische Elemente stark in den Vordergrund rücken.

To the Rats and Wolves (Copyright: To the Rats and Wolves)

Auch in „Famous“ legt sich ein elektronischer Klangteppich unter den Gesang. Der Song ist relativ langsam, die Melodie sehr eingängig und dadurch sofort mitsingbar. 

„Cure“ wird stattdessen eher durch die Drums vorangetrieben Die ruhigeren Parts verursachen indes Gänsehaut.

Bevor sich das Album dem Ende neigt, platziert man mit „B.I.C“ einen Titel im typischen TTRAW-Stil. „Everybody clap your hands rigth to the beat“ – ein Song zum Abgehen! Zwischendurch sind Polizeisirenen und Funksprüche zu hören.

Zum Schluss sorgt „Down“ dafür, dass man wieder runterkommt und sich Gedanken über das Leben macht. Ein Mutmacher in schlechten Zeiten.

Fazit

Auf dem aktuellen Album „Cheap Love“ klingen To the Rats and Wolves poppiger und sanfter als auf ihren bisherigen Alben. Es ist deutlich zu hören, dass die Band erwachsener geworden ist und sich weiterentwickelt hat. Die Songs sind alle sehr ansprechend und machen Lust darauf, die Band auch live zu erleben. Absoluter Favorit auf der Scheibe ist der Track „Never Stop“.

Video

Tracklist

01 Cheap Love
02 Therapy
03 All The Things
04 Never Stop
05 Friendz
06 Look What You Made Us Do
07 True (feat. Trevor Wentworth/ Our Last Night)
08 Cure
09 Famous
10 B.I.C.
11 Down

Details

TTRAW-Homepage | TTRAW-Facebook

Label: Arising Empire
Vö-Termin: 22.02.2019
Spielzeit: 40:25

Copyright Cover: Arising Empire



Über den Autor

Selina
Selina
Carpe Noctem