Review

The O’Reillys and the Paddyhats veröffentlichen mit „Dogs on the Leash“ ihr viertes Studioalbum.

Schnell wird anhand der 13 neuen Tracks klar: Die Musiker lassen keineswegs – wie der Titel eigentlich verheißt – die besungenen Hunde an der Leine.

Und so schreibt auch das Label Metalville über die Band und deren Silberling:

Ihre rockig-punkige Musik mit mehr als nur einem Schuss lebensbejahendem und manchmal mystischem Irish Folk erinnert an einen streunenden Köter, der von seinen Reisen fesselnde, oft lustige aber manchmal auch traurige Geschichten und vielleicht ein paar Flöhe mitbringt.

Die Tracks

Des Hundes Reise beginnt sodann mit dem Titelsong „Dogs on the Leash“. Und dieser verursacht sofort ein Zucken in den Beinen. Sowohl der Gesang als auch die Instrumente klingen fröhlich und leicht. Die Textzeile im Refrain („Keep the dogs on the leash“) bleibt schnell im Kopf hängen. Da der Song zudem mit seinem eingängigen Refrain endet, prägt sich dieser einmal mehr bei den Hörern ein.

Einer Erzählung gleichen dann die Strophen von „Here It Goes Again“. Von klassischen Folk-Instrumenten untermalt, werden jene in den Strophen leicht zurückgefahren, um im Refrain wieder Fahrt aufzunehmen. Auch reine Instrumentalparts fehlen in diesem Titel nicht.

Mit einer ausgiebigen instrumentalen Einleitung startet auch „James Brian“. Der Song wirkt jedoch weitaus weniger fröhlich als seine beiden Vorgänger. Geschuldet (bzw. zu verdanken) ist dies mitunter einem langsamen, ruhigen Part in der Mitte des Songs, der als Duett dargeboten wird.

Lustig und beschwingt folgt wiederum „Hobo of Mitchelstown“. Bei diesem Song kommt sogar ein Banjo zum Einsatz. Der Refrain fällt mit der Textzeile „He’s the Hobo of Mitchelstown“ sehr eingängig aus und lädt zum Mitsingen ein. In den Strophen konfrontiert man die Hörer allerdings mit sehr viel Text in den einzelnen Zeilen, sodass man fast schon Mühe hat, den Lyrics an diesen Stellen zu folgen.

Eine Einleitung mit E-Gitarre und Bass bekommt der Track „Millions“. In den Strophen sind wieder die klassischen Folk-Instrumente zu hören, die mit einem Gesangsduett gepaart werden. In den Zwischenparts kehren die Klänge des Banjos und der E-Gitarre zurück, während der Refrain mit mehrstimmigem Gesang gefüllt wird.

The O’Reillys and the Paddyhats (Copyright: The O’Reillys and the Paddyhats)

Nachdem das ruhige Stück „Ferryman“ ausgeklungen ist, meint man mit „From Dublin to Moscow“ Tango-Klänge zu hören. Schneller wird es dann mit Flöten, Geigen und Banjo im Track „Overtime Work“. Dieser Song sorgt sicherlich für gute Laune, lädt zum Singen und Tanzen ein und dürfte ein Live-Garant werden.

Das perfekte Lied zum Abschied ist – nach weiteren Top-Titeln – schließlich „Farewell“. Zu Beginn klingt dieses durch den emotionalen Gesang, begleitet von einer Geige, zunächst sehr traurig. Die Stimmung schlägt dann aber um, sobald die restlichen Instrumente einsetzen. Es wird schnell, fetzig – ein Partylied!

Fazit

The O’Reillys and the Paddyhats präsentieren auf „Dogs on the Leash“ Irish Folk Punk at it’s best! Das Album bietet abwechslungsreiche Songs, und das sowohl die verschiedenen Thematiken als auch die Instrumentierung betreffend. Da bleibt keiner ruhig auf seinem Platz.

Video

Tracklist

01 Dogs on the Leash
02 Here It Goes Again
03 James Brian
04 Hobo of Mitchelstown
05 Millions
06 Ferryman
07 From Dublin to Moscow
08 Overtime Work
09 Captain Without a Ship
10 Beautiful Fear
11 Back Home in Derry
12 Shoe Shine Boy
13 Farewell

Details

The O’Reillys and the Paddyhats – Homepage | The O’Reillys and the Paddyhats – Facebook

Label: Metalville / Rough Trade
Vö-Termin: 24.04.2020
Spielzeit: 50:16

Copyright Cover: Metalville



Über den Autor

Selina
Selina
Carpe Noctem