Review

Das letzte Werk „Under Your Spell“ wurde 2017 veröffentlicht, nun bringen The Birthday Massacre mit „Diamonds“ ihr neues Studioalbum auf den Markt.

In den insgesamt neun Songs bleibt die Band aus Toronto ihrem Sound treu, sodass sich der aktuelle Silberling nicht sonderlich von den Vorgängeralben unterscheidet. Keine Experimente also, dafür aber gewohnt gut.

Die Tracks

Mit einer sich knarrend öffnenden Tür und anschließenden wirren Klängen eröffnet „Enter“ das Album. Letztere gehen schließlich in sphärische Synthi-Sounds über, während sich der Gesang engelsgleich in die Instrumentierung einfügt.

Rockiger, aber vom Tempo her ruhiger als der Opener folgt der Track „The Sky Will Turn“. In seinen Strophen herrscht der Bass vor, der Synthesizer rückt indes eher in den Hintergrund. Auch die Gitarre bekommt nur kurze Zwischenparts und in der Mitte des Songs ein kleines Solo.

Der Titeltrack „Diamonds“ wirkt im Vorspiel durch die tiefen Bass- und Synthesizerklänge etwas düster. Dunkle, tiefe Gitarrenriffs und Basstöne folgen in den Strophen. Der Song ist sehr ruhig und langsam.

Tiefe Bassläufe leiten auch „Run“ ein, das durch die Synthies im Hintergrund an einen Song aus den 80ern erinnert. Trotzdem oder gerade deswegen hätte man sich bei diesem Titel jedoch ein schnelleres Tempo gewünscht.

Wenig spektakulär kommt dann „Flashback“ daher. Direkt beginnend mit dem Gesang, wird dieser von Bassläufen untermalt. Synthesizer und Drums setzen dann in den Refrains mit ein.

The Birthday Massacre (Copyright: The Birthday Massacre)

Schneller und fast schon fröhlich klingt „The Last Goodbye“ in der Einleitung. Auch dieser Titel weckt Assoziationen zu 80er Jahre Songs. Die Bassläufe sind sehr eingängig, der Refrain klingt eher sphärisch und wirkt fast schon traurig.

„Crush“ ist mit über fünf Minuten schließlich der längste Track auf dem Album. Erneut gehen The Birthday Massacre hier eher langsam und melancholisch zu Werke. Die Gitarre bekommt entsprechend nur in den Refrains ihre Parts.

Nach einer schrägen, düsteren Note in „Mirrors“ beendet „Parallel World“ das Album dann auf sphärische, mystische Art und Weise; ergänzt um rockigen Gitarrensound im Refrain.

Fazit

Zusammengenommen fällt „Diamonds“ ziemlich ruhig und melancholisch aus. Einen „Hit“ zum Abgehen und Feiern sucht man daher vergebens. Bei den Fans der Band wird das Album dennoch gut ankommen.

Video

Tracklist

01 Enter
02 The Sky Will Turn
03 Diamonds
04 Run
05 Flashback
06 The Last Goodbye
07 Crush
08 Mirrors
09 Parallel World

Details

The Birthday Massacre – Facebook

Label: Metropolis Records
Vö-Termin: 27.03.2020
Spielzeit: 37:34

Copyright Cover: Metropolis Records



Über den Autor

Selina
Selina
Carpe Noctem