Review

Die selbsternannten „Helsinki Vampires“ The 69 Eyes feiern mit ihrem 12. Studioalbum „West End“ ihr 30-jähriges Bandjubiläum.

Geladene Gäste zum Bandjubiläum

Bei diesem feierlichen Anlass dürfen auch namhafte Gäste nicht fehlen. So ist auf „West End“ nicht nur die allzu bekannte Stimme von Frontmann Jyrki69 zu hören. Vielmehr geben sich Cradle Of Filth-Sänger Dani Filth, Wednesday 13 sowie Alice Cooper-Tochter und Beastö Blancö-Frontlady Calico Cooper hier am Mikro die Ehre.

Die Songs

Im Opener „Two Horns Up“ zeigt sich bereits, wie gut die beiden Stimmen von Jyrki69 und Dani Filth zusammen harmonieren. Perfekter hätte der Start in das Album nicht verlaufen können. Eine tanzbare Dark Rock-Nummer mit zwei Hochkarätern der Szene.

Im bekannten The 69 Eyes-Stil wird der nachfolgende Track „27 & Done“ präsentiert. Eine laute Up-Tempo Nummer, die mit herausstechenden Gitarrenriffs und einer guten, tiefen Gesangsstimme punkten kann.

Poppiger und daher durchaus mainstreamtauglich inszenieren die Finnen ihren Song „Black Orchid“. Vergleichbar ist der Titel mit einstigen Bandsongs wie etwa „Devils“. Nicht zuletzt die eingängige Melodie und der sofort ins Ohr gehende Refrain machen den Track zu einer Besonderheit auf „West End“.

In dem nach Wes Cravens Film „The Last House On The Left“ benannten Stück kommen dann alle drei erwähnten Gäste zum Einsatz. Wobei Calico Cooper mit ihrer rauchig-kratzigen Stimme am besten zum Vorschein kommt. Dahinter verstecken müssen sich aber Dani Filth und Wednesday 13 nicht, denn auch ihr Gesang fügt sich sehr gut in den Song ein. Nicht nur durch das versammelte Starensemble ein absolutes Highlight und der beste Track des Albums.

The 69 Eyes (Copyright: Pasi Klemetti)

Mit „Hell Has No Mercy“ findet „West End“ nach insgesamt elf Songs schließlich einen würdigen Abschluss. Der für The 69 Eyes-Verhältnisse doch sehr langsame Song zeigt die sanfte Seite der „Helsinki Vampires“. Ferner besticht er durch starke vordergründige Drums, eine tiefe, sanfte Leadstimme und hintergründige Gitarrenriffs.

Fazit

Ein 30-jähriges Bandjubiläum muss gebührend gefeiert werden – und das tun The 69 Eyes mit ihrem aktuellen Werk definitiv. Die Gastvocals runden das Album gelungen ab.

Jyrki69 erwähnte in einem Interview, dass „West End“ das beste Album der Band sei. Dem kann man durchaus beipflichten.

Wer das Schaffen der Finnen bislang noch nicht verfolgt hat, dem sei daher empfohlen, jetzt damit anzufangen.

 

Video

Tracklist

01 Two Horns Up
02 27 & Done
03 Black Orchid
04 Change
05 Burn Witch Burn
06 Cheyenna
07 The Last House On The Left
08 Death & Desire
09 Outsiders
10 Be Here Now
11 Hell Has No Mercy

Details

The 69 Eyes – HomepageThe 69 Eyes – Facebook | The 69 Eyes – Twitter

Label: Nuclear Blast
Vö-Termin: 13.09.2019
Spielzeit: 48:38

Copyright Cover: Nuclear Blast



Über den Autor

Jasmin
Jasmin
Musik ist Balsam für meine Seele