Review

Eine spannende Kombination aus Gothic Rock und Irish Folk dürfen die Hörer von der Band Thanateros erwarten.
Diese bringt nun ihr Album „Insomnia“ als Special Edition über das Label Echozone auf den Markt.

Das Album beinhaltet 17 Tracks. Zusätzlich zu den regulären 13 Albumtracks umfasst die Special Edition damit vier instrumentale Bonustracks.

Die Tracks

Geheimnisvoll und mystisch steigt man mit dem Opener „everything starts…“ in das Album ein. Neben den teilweise düster klingenden Instrumenten ist eine Erzählstimme zu hören, die über Träume spricht.

Die Melodie des Openers wird in „Wait For Me“ wiederverwendet. Hierbei spielt die Geige im Intro eine entscheidende Rolle. Während sie den Refrain aufhellt und vorantreibt, geben sich die Strophen düster, traurig und fast schon schwerfällig.

Auch in „The Lost King“ kommt die Geige zum Einsatz und erinnert durch ihre Melodieführung im Intro an eine mittelalterliche Weise. In den Strophen legt das Schlagzeug zusammen mit den Gitarrenriffs ein ordentliches Tempo vor, welches jedoch im Refrain wieder leicht zurückgenommen wird. Dieser wiederum ist sehr eingängig und lädt zum Mitsingen ein.

Von H. P. Lovecraft inspiriert, besingt die Band in „Cthulhu Rising“ ein krakenähnliches Wesen. Die Instrumentierung ist sehr treibend und der Gesang klingt zu Beginn der Strophen sehr geheimnisvoll. Durch die Geige bekommt der Song aber zugleich einen weichen Touch.

Einen schweren, kraftvollen Sound erwartet den Hörer hingegen in „That is not dead“. Umspielt von fast schon metalähnlichen Klängen ist eine kratzige, verzerrte Gesangsstimme zu hören. Der Song endet mit dem Rauschen von Wellen, welches zu „Black Tide“ überleitet. Dort stehen zunächst eine cleane Gitarre und der Bass im Vordergrund. Dadurch wirkt der Track zu Beginn sehr melancholisch, was sich jedoch ändert, sobald die volle Instrumentierung einsetzt.

Der Titel „Graken“ wurde durch die Bücher von Andreas Brandhorst inspiriert. Schrammende Gitarrenriffs und knallende Drums beherrschen diesen Song. Der Gesang klingt eher wie eine Erzählstimme, die den Inhalt eines Buches wiedergibt.

„welcome to the dream…“ ist dann die erste Textzeile aus dem vorigen Track. Eine verzerrte Sprechstimme wird von düsteren Klängen untermalt und die Gitarre wird von einem Sound begleitet, der an das Schnauben eines Ungeheuers erinnert.

Thanateros (Copyright: Thanateros)

Mit „Shine“ wird es dann sphärisch-futuristisch. Der Track fällt relativ ruhig aus, indem die Instrumentierung in den Strophen nur auf das Nötigste reduziert wird. Auch „When Worlds Collide“ klingt im Intro kurzzeitig futuristisch. Der Song ist aber deutlich härter als sein Vorgänger. In den Strophen scheint der Bass im Vordergrund zu stehen, wobei in den musikalischen Zwischenparts die Geige vorherrscht.

Der „Wärmetod“ beschreibt den „Zustand […] des finalen thermischen Gleichgewichts des Universums“ und bedeutet, „dass alles Leben im Universum irgendwann einmal erlöschen wird“. Sowohl sphärische Klänge als auch Sprechgesang sind zu hören, während der Gesang im Refrain mit Geige und Gitarre – wehmütig klingend – ergänzt wird. Und da das Ende nun naht, kommt der Track „everything ends…“ wie gerufen. Hier wird man von einer beruhigenden Stimme, sphärisch-mysteriösen Klängen und dem Rauschen der Wellen in die Unendlichkeit des Universums entlassen.

Fazit

Die instrumentale Ebene auf „Insomnia“ ist sehr erfrischend und interessant. Leider kann der Gesang nicht ganz überzeugen. Ebenso hat sich die Band sicher bei der Reihenfolge der Tracks etwas gedacht, auch wenn sich dies so manchem beim ersten Hören noch nicht ganz erschließt. Dem einen oder anderen wird die Scheibe aber mit Sicherheit gefallen; vor allem aufgrund der darauf gebotenen interessanten Stil-Kombination.

Video

Tracklist

01 everything starts…
02 Wait For Me
03 The Lost King
04 Cthulhu Rising
05 that is not dead…
06 Black Tide
07 Graken
08 welcome to the dream…
09 From The Pain
10 Shine
11 When Worlds Collide
12 Wärmetod
13 everything ends…
Bonustracks:
14 Wait For Me (Instrumental)
15 From The Pain (Instrumental)
16 Shine (Instrumental)
17 Black Tide (Instrumental)

Details

Thanateros – Homepage | Thanateros – Facebook | Thanateros – Twitter

Label: Echozone / Bob-Media
Vö-Termin: 13.11.2020
Spielzeit: 76:42

Copyright Cover: Echozone



Über den Autor

Selina
Carpe Noctem