Review

Endlich was Neues von der Vorzeige-Deathcore-Band Suicide Silence. Nachdem der ehemalige Fronter von All Shall Perish hier nun als Frontmann fungiert, sind die Jungs wieder am Start und machen unermüdlich weiter. Aber „Sacred Words“? Das war doch ein Song von ihrem Vorgängeralbum „You can’t stop me“. Es handelt sich also nicht um neues Material, sondern um einen lauen Aufguss. Was die EP/Maxi kann, hören wir uns jetzt mal an.

„Sacred Words“ kennt jeder Besitzer der Vorgängerscheibe. Da stellt sich schon die erste Frage, warum dieser Song nochmals als EP veröffentlicht wird. Immerhin wäre neues Material angebracht gewesen. Klar, der Track ist einer der eingängigeren, jedoch kennen wir ihn doch schon.

Abgesehen von einem einprägsamen Mittelteil kann der Song ansonsten nicht mit viel Raffinesse aufwarten. Choc-Choc Riffs treffen auf gematschte Bass Drum im Breakdown-Gewand. Der Refrain kommt sehr melodisch daher und klingt wirklich gut. Alles in allem ein solider Song.
Mit Fronter Eddie haben Suicide Silence zwar einen starken Partner an ihrer Seite, jedoch ist Mitch nicht einfach zu ersetzen und der All Shall Perish Charme wird immer da sein.

Danach kommen wir aber zu drei Livemitschnitten, die wirklich gut sind: „Inherit The Crown“, „Cease To Exist“ und der Titelsong „Sacred Words“. Ein Livealbum wäre in diesem Zusammenhang perfekt gewesen, doch das hier kann eher als kleiner Teaser bezeichnet werden. Der Sound ist fett und es gibt keinen großen Unterschied zur Platte. Davon hätten wir gerne mehr gehört.

Suicide Silence (Copyright: Suicide Silence)

Suicide Silence (Copyright: Suicide Silence)

Was darauf folgt, kann man getrost vergessen. Der „We Are Strong Remix“ von „Sacred Words“ ist ein Techno Remix, den nun wirklich niemand benötigt. Elektronische Klänge in Verbindung mit Eddies Metal-Growls und -Screams klingen einfach nur komplett fehl am Platz. So etwas könnte im tiefsten Underground Club laufen, aber das braucht niemand auf einer Platte. Zudem besitzt er ein wenig mehr als drei Minuten Spielzeit und ist somit nicht einmal so lang wie der eigentliche Song. Das Stück kann geskippt werden.

Wer nach dieser Verarsche noch nicht genug hat, der bekommt jetzt nochmals den Song „Sacred Words“ als Intrumentalversion. Ok, hier sieht man immerhin den Vorteil für Vocalisten, den Song zu covern oder gar mit eigenen Texten zu versehen, aber dafür muss man doch mittlerweile kein Geld mehr ausgeben.

Fazit: Diese EP/Maxi benötigt kein Mensch. „Sacred Words“ ist ein okayer Song, doch dafür extra eine EP ohne Mehrwert auf den Markt zu bringen? Das ist wirklich albern. Ein neuer Song hätte das Ruder vielleicht rumgerissen, aber so ist der Silberling keinem zu empfehlen.

Video

Trackliste

01 Sacred Words
02 Inherit The Crown (live)
03 Cease To Exist (live)
04 Sacred Words (live)
05 Sacred Words (We Are Strong Remix)
06 Sacred Words (instrumental)

Details

Suicide Silence – Facebook
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Label: Nuclear Blast
Vö-Termin: 23.10.2015
Spielzeit: 25:17

Copyright Cover: Nuclear Blast



Über den Autor

Marcus
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