Review

Subway to Sally veröffentlichen ihr Konzertalbum „Alles was das Herz will“.

Auf ihrer HEY!-Tour zum aktuellen Album im Frühjahr 2019 mischte die Band einen fetten Block der neuen Songs mit alten Klassikern und ausgegrabenen Schätzen ihrer musikalischen Historie. Das Aufnahmegerät lief an jedem Abend der Tour mit. Was die Band auf diesen Aufnahmen fand, war der Geist der frühen Studioaufnahmen, gepaart mit moderner Technik und jeder Menge Publikumsgefühl. Gnadenlos gut. Zu gut, um es nur ins Archiv zu stellen.
Dieses Live-Album hat es in sich und bietet alles, was das Herz will.
27 Songs, erhältlich als Doppel-CD in der Brillant Box mit 16 Seiten Booklet und digital als eAlbum.

Quelle: Pressetext Another Dimension

Die Tracks: Ein Querschnitt durch die Bandgeschichte

Noch ehe das stimmungsvolle „Intro“ den ersten Silberling eröffnet, ist bereits das Publikum lautstark zu vernehmen, das den Refrain von „Julia und die Räuber“ skandiert. Kaum ertönen schließlich die ersten Klänge der Band, sind die Zuschauer nicht mehr zu bremsen. Hinsichtlich des „Publikumgefühls“ wurde somit nicht zu viel versprochen.

Es wundert daher nicht, dass der tosende Applaus und die Live-Stimmung auch in den anschließenden Titeln wie in dem von schrägen Gitarrenriffs und Dudelsack eingeleiteten „Messias“ oder „Island“ nicht abebben.

Mit „Knochenschiff“ reisen Subway to Sally dann ins Jahr 2003 zurück und präsentieren einen Song aus ihrem Album „Engelskrieger“. Dabei stechen insbesondere die Gitarrenriffs äußerst positiv hervor.
Auch der später folgende Track „Unsterblich“ stammt von diesem Album und zeichnet sich durch ein ausgiebiges Gitarrensolo und die schaurig schönen Töne der Violine aus.

Zu den Klassikern, die auf keinem Subway to Sally Konzert fehlen dürfen, gehören u.a. die gut mitsingbaren Tracks „Kleid aus Rosen“, „Minne“, „Henkersbraut“ und „Eisblumen“. Dass dies Publikumslieblinge sind, merkt man den Zuschauerreaktionen in den Aufnahmen deutlich an. Zeitweise wird das Publikum wird zum Schreien aufgefordert – und macht auch tatkräftig mit.

Als weitere Live-Favoriten entpuppen sich der sich an Intensität steigernde Titel „Königin der Käfer“ und das eingängige „Alles was das Herz will“ aus dem aktuellen Studioalbum der Band. Live kommen diese Songs fast noch besser an als in Albumqualität.

Subway to Sally (Copyright: Alexander Schlesier)

Nach weiteren Headbangern und Ausflügen in die Bandgeschichte folgen gegen Ende die Zugaben „Wenn Engel hassen“ (vom 2001er Album „Herzblut“) und „Sieben“, ein Song mit Ohrwurm-Charakter.
Zudem wartet „Tanz auf dem Vulkan“ mit einem ausgiebigen Flöten- und Gitarrensolo auf, während sich – Eric Fishs Ansage „Bleiben wir doch einfach im Tanzmodus“ entsprechend – der Titel „MMXV“, auch als Veitstanz bekannt, anschließt. Ein schöner mittelalterlicher Song, welcher in der Tat zum Tanzen einlädt.
Zum Abschluss gibt es noch den immer wieder vom Publikum angestimmten Song „Julia und die Räuber“, der längst ein fester Bestandteil der Setlist eines Subway to Sally Konzerts geworden ist.

Fazit

Das Konzertalbum „Alles was das Herz will“ fängt die Live-Atmosphäre perfekt ein. Mit einer abwechslungsreichen Auswahl an Songs liefert es einen Querschnitt durch die Bandgeschichte von Subway to Sally und bietet für Fans der Band die perfekte Mischung aus altem und neuem Material.

Video

Tracklist

CD 01:
01 Intro
02 Messias
03 Island
04 Knochenschiff
05 Kleid aus Rosen – MMXV
06 Königin der Käfer
07 Imperator Rex Graecorum
08 Tag der Rache
09 Unsterblich
10 Eisblumen
11 Die Engel steigen auf
12 Minne

CD 02:
13 Solo Violine
14 Für Immer
15 Henkersbraut
16 Arme Ellen Schmitt
17 Falscher Heiland
18 Alles was das Herz will
19 Aufgewacht
20 Ausgeträumt
21 Extro
22 Wenn Engel hassen
23 Sieben
24 Tanz auf dem Vulkan
25 Veitstanz – MMXV
26 Grausame Schwester
27 Julia und die Räuber

Details

Subway to Sally – Homepage | Subway to Sally – Facebook

Label: STS Entertainment / Universal Music
VÖ-Termin: 06.03.2020
Spielzeit: 53:05 + 65:07

Cover: Universal Music



Über den Autor

Selina
Selina
Carpe Noctem