Review

Die Hamburger Trancecore Band Substation veröffentlicht mit „Hollywood Vibes“ ihr erstes Full-Length Album.

2017 hatte die Formation bereits eine EP mit dem Titel „Lost in Vegas“ auf den Markt gebracht. Unterstützung beim aktuellen Werk bekam das Quartett von Daniel Haniß (Eskimo Callboy) und Aljoscha Sieg (Pitchback Studios), die sich für das Mix und Mastering verantwortlich zeigen.

Was erwartet werden darf

Einen Eindruck dessen, was von der Truppe erwartet werden darf, verrät die offizielle Homepage der Band. Dort heißt es:

Die Trancecore-Band Substation aus Hamburg verbindet gnadenlosen Metalcore mit modernen EDM-Elementen. Neben der musikalischen Aktualität legt die Band großen Wert auf lebensbejahende, optimistische Texte, die den Zuhörer aus dem Alltag entfliehen lassen. Diese Atmosphäre vermittelt Substation auch bei ihren Live-Konzerten, die mit reichlich Unterhaltung, Animation und guter Laune gespickt sind.

Liest man sich dann die Titel der Tracks auf „Hollywood Vibes“ durch, klingt das nach einer Playlist für eine Studentenparty in den USA.

Die Tracks

„Vibing“ beginnt mit Elektro-Sound und Sprechgesang. Dieser wird dann von Metal-Sound und Screaming abgelöst. Dieses Wechselspiel zieht sich durch den gesamten Song. Zwischendurch gibt es zudem Passagen mit cleanem Gesang und einen Rap-Part zu hören. Der Sound des durchblitzenden Synthesizers erinnert stark an die 80er.

Bei „Pool Party“ bekommt der Hörer schon zu Beginn das volle Screaming ab. Der Refrain könnte den Song zu einem Party-Hit machen, da er geradezu zum Mitsingen animiert.

Als absolute Party-Hits entpuppen sich auch „Hollywood“ und „Dancing In The Sun“.
Während erstgenannter mit mitgrölfähigem Refrain und moshbaren Strophen daherkommt, fällt in letztgenanntem Song der Refrain besonders eingängig aus. Zusätzlich macht dessen mehrstimmiger Gesang Lust darauf, prompt mitzusingen.

Substation (Copyright: Finn Patrick Grambow)

Sowohl melodisch als auch gesanglich sehr eingängig zeigt sich „Hitman“. Indes wird es mit „No Rules“ etwas härter. Einzig Synthiesound und Klargesang lockern die Härte zwischendurch etwas auf. Anders als in „Worth It“, dessen Growl-Parts leicht aggressiv wirken, während der Rest des Songs jedoch sehr positiv und kämpferisch klingt.

Mit positiver Botschaft ist schließlich auch „Alive“ versehen. Anfangs etwas ruhiger gehalten, wirkt der Titel lange nicht so forsch wie die bisherigen Songs.

„These Vibes“ ist der letzte Track auf dem Album. Hier bekommt der Synthesizer zu Beginn einen kleinen Solopart. Die Band gibt bei diesem Song nochmal richtig Gas … „Es ist Zeit die Regeln zu brechen!“

Fazit

Musikalisch haben Substation einiges drauf. Das Zusammenspiel zwischen Metal und Trance wirkt in den Tracks des aktuellen Albums „Hollywood Vibes“ stimmig und lässt die Fans sicher auch auf einem Konzert richtig gut zu den Songs abgehen. Dort fällt es vielleicht auch nicht ganz so stark auf, dass die Songs oft recht ähnlich klingen. Ein kleiner Kritikpunkt, der allerdings nichts daran ändert, dass man auf das künftige Schaffen der Band gespannt sein darf.

 

Preview

Tracklist

01 Vibing
02 Pool Party
03 No Rules
04 Biggest Fan
05 Hitman
06 Worth It
07 Hollywood
08 Dancing In The Sun
09 Alive
10 These Vibes

Details

Substation – Homepage | Substation – Facebook | Substation – Twitter

Label: Motor Entertainment / Believe
Vö-Termin: 30.08.2019
Spielzeit: 34:03

Copyright Cover: Motor Entertainment



Über den Autor

Selina
Selina
Carpe Noctem