Review

„Human kind – animal mind“ – nicht nur der Titel des neuen Albums der Band SoulImage erinnert an Yuval Noah Hararis „A Brief History of Human Kind“, auch der Inhalt lässt auf Ähnliches schließen.

Mutet wie ein Konzept an

Das zweite Album aus der Feder von Robert Eberl bringt den derzeit vorherrschenden Mindset auf den Punkt und zeigt musikalisch den Pessimismus der Massen.

Das ganze Album mutet wie ein Konzept an, das düster beginnt, aber einen hoffnungsvollen Ausblick schafft.
Intro und Outro runden das Ganze ab.

Los geht es nach besagtem Intro „time“ mit dem titelgebenden Track „human kind“. Mit Herzschlag musikalisch einstimmend, legen SoulImage kraftvoll los. Der Song nimmt den Hörer mit auf eine Reise, in der er sich nicht nur an dem typischen Sound der Band laben darf, sondern sich auch an härteren Riffs erfreuen kann.

Robert Eberl und seine Jungs bedienen sich dabei aus allen Genres, legen (im Vergleich zum Vorgänger „The Whole Universe“) an Härte noch etwas drauf, bleiben sich aber gleichzeitig treu.

Die Intelligenz der Lyrics spricht für sich und passt zur schwarz-weiß Gestaltung des Albumscovers.
Denn viele sehen eben nur noch das; Schwarz sogar noch mehr als weiß.

Robert Eberl von SoulImage (Copyright: Robert Eberl)

Und so spricht „human kind“ schon Bände, während sich diesbezüglich Titel wie „blind“, „break the silence“, „children of tomorrow“ und der ebenfalls titelgebende Track „animal mind“ einreihen.

Einen Abschluss findet das Album mit dem Outro „priority“.

Fazit

Jeder Titel für sich weiß Synthsounds mit Gothic-Rock zu kombinieren und in Teilen sogar Grunge-Elemente einzustreuen. Die tiefe und voluminöse Stimme von Robert untermalt jeden einzelnen Song und macht das Konzept im Gesamten zu einer runden Sache.

Insbesondere „a real good place“ überzeugt von der ersten bis zur letzten Sekunde und vereint das Können der Band in Sachen musikalischem Know-how, Gitarrensound und Background-Vocals. Jene untermalen zudem die Message, die der Sänger transportieren möchte.

Ein gelungener Ohrenschmaus!

Preview

Tracklist

01 time
02 human kind
03 blind
04 break the silence
05 a real good place
06 children of tomorrow
07 how to live, how to hope, how to die
08 soma
09 welcome to your own dirt
10 charity
11 animal mind
12 priority

Details

SoulImage – Homepage
SoulImage – Facebook

Label: Echozone / Soulfood
Vö-Termin: 31.05.2019
Spielzeit: 57:37

Copyright Cover: Echozone



Über den Autor

Daggy
Daggy
Es war einmal...vor langer Zeit..., ein Mädel aus Bayern, das den Sprung von einer katholischen Klosterschule schaffte und ans andere Ende Deutschlands reiste. Dort absolvierte sie als eine der ersten Frauen ihren Dienst bei der Marine. Von dort aus führte ihr Weg zu ihrem jetzigen Job, der sie seither rund um die Welt führt. So lebte sie bisher in den USA (Atlanta), Berlin (ohnehin ihre Wahlheimat), Indien (Mumbai) und derzeit China (Peking). Dabei ist das Reisen, als auch das Fotografieren ein wesentlicher Teil von ihr. Das Ganze wird untermalt von ihren "exzessiven" Konzert- und Festivalbesuchen, denn Musik öffnet überall auf der Welt Tür und Tor.