Review

Sven Friedrich gelingt es einmal mehr, seine Fans zu überraschend und zu begeistern. Denn mit einer außergewöhnlichen Record Release Radio Show wurde „Enjoy Dystopia“, das neue Solar Fake-Album drei Jahre nach der Veröffentlichung von „You Win. Who Cares?“, gefeiert und es durfte gespannt den Klängen des neuen Meisterwerks gelauscht werden.

Zehn neue Songs sind darauf platziert. Neben typischen Solar FakeSongs finden auch Tracks mit „Surprise“-Effekt Platz auf diesem Geniestreich.

Die Songs

Schon bei den ersten Tönen des Openers „At Least We’ll Forget“ kann der Hörer erahnen, mit wem man es hier zu tun hat. Überzeugen kann der Titel vor allem durch seinen eingängigen Refrain und die schöne klare Gesangsstimme von Sven Friedrich. Die Melodie ist insgesamt sehr einnehmend und lädt darüber hinaus zum Tanzen ein.

Der nachfolgende Song „I Despise You“ hatte letzten Sommer beim Doppelkonzert im Münchner Backstage seine Live-Premiere und kam schon damals beim Publikum sehr gut an. Auch die Albumversion steht der Livefassung in Bezug auf Stimme, Melodie und Beats in nichts nach und besitzt durchaus Ohrwurmqualitäten.

Eine weitere Ohrwurmgarantie liefert „This Pretty Life“. Der als Single veröffentlichte Track bietet tanzbare Beats und kann zudem in einem unterhaltsamen Musikvideo begutachtet werden.

Mit „Es geht dich nichts an“ setzten Solar Fake dann neue Maßstäbe. Der erste deutschsprachige Song des Berliner Projekts kommt mit einer leichten Affinität zur Neuen Deutschen Härte daher. Inhaltlich spricht Sven Friedrich dabei wohl vielen Menschen derzeit aus der Seele. Auch von stimmlicher Seite her zeigen Solar Fake eine neue Seite von sich und überraschen dadurch die Fangemeinde.

Solar Fake (Copyright: Solar Fake)

Kurz vor Veröffentlichung des Albums kam mit „It’s Who You Are“ ein eher klassischer, aber dennoch hörbarer Solar Fake Song mitsamt Video heraus. Dieses stellt eine geschichtliche Fortsetzung zu „This Pretty Life“ dar. Musikalisch wurde der Track jedoch mit eher sanften Beats im Hintergrund und einer Melodie, die sofort ins Ohr geht, ausgestattet. Ein Highlight stellen hier einmal mehr die wechselhaften Gesangsparts von Sven Friedrich dar.

Mit „Wish Myself Away“ setzen Solar Fake schließlich den perfekten geruhsamen Abschluss und beweisen nach „The Pages“ und „Stay“, dass sie Balladen ebenso gut komponieren können wie tanzbare Songs.

Fazit

Solar Fake sind immer für eine Überraschung gut und bieten ihrer immer größer werdenden Fangemeinde mit jedem neuen Album ein neues Meisterwerk. Diesbezüglich bildet auch „Enjoy Dystopia“ keine Ausnahme. Immer wieder eine Schippe drauf zu setzten und besser zu werden, dafür stehen Solar Fake und beweisen es mit dem neuen Output einmal mehr.


Enjoy Dystopia

Video

Tracklist

01 At Least We‘ll Forget
02 I Despise You
03 This Pretty Life
04 Arrive Somewhere
05 Es geht dich nichts an
06 It’s Who You Are
07 Trying Too Hard
08 Implode
09 Just Leave It
10 Wish Myself Away

Details

Solar Fake – Homepage | Solar Fake – Facebook

Label: Out of Line
Vö-Termin: 12.02.2021
Spielzeit: 46:04

Copyright Cover: Out of Line



Über den Autor

Jasmin
Musik ist Balsam für meine Seele