Review

Sie gelten als eine der beständigsten Melodic Death Metal Bands: Soilwork.

Ihr neues Album hört auf den Namen „Verkligheten“ und bringt den Neuzuwachs Bastian Thusgaard (Dawn of Demise) endlich auf eine Scheibe.

Nach ihrem 2015er Album „The Ride Majestic“ und der Kompilation „Death Resonance“ (2016) wollte die Band mit dem neuen Silberling etwas anderes, ein wenig mehr, eventuell ein bisschen rockiger und differenzierter. Dass diese Weiterentwicklung geglückt ist, zeigen die zwölf neuen Tracks.

Die Songs

Das Intro trägt den gleichen Titel wie die Platte selbst. Wir hören einen ploppenden Korken und sexy Gitarrenklänge dazu. Es wirkt wildromantisch und doch ein wenig bedrohlich. Der treibende Bassdrum-Ton bringt bereits eine gewisse positive Anspannung mit sich.

Was darauf folgt, ist und bleibt das Highlight der Scheibe: „Arrival“. Der Song legt die Messlatte für Soilwork-Songs mal wieder ein Stück höher. Zu hören sind treibende Drums gekreuzt mit Metal-Riffs und einem Bjørn „Speed“ Strid in Bestform. Allein der Refrain mit seinem brachialen Blastbeat ist ein akustischer Höhepunkt. An den Riffs selber feilt die Band hier gar nicht viel, dennoch bringen gewisse Pausen oder melodiöse Parts Abwechslung in den Track – Solo natürlich inklusive!

„Richtig schön“ fallen auch die restlichen Songs aus. So ist ein The Nurturing Glance“ beispielsweise derart solide und homogen geschrieben, dass ein positives Gefühl vermittelt wird. Ein weiteres Paradebeispiel für das stimmige Songwriting ist der Track „When The Universe Spoke“.

Soilwork (Copyright: Stephansdotter Photography)

In Szene gesetzt wird all dies durch den Sound, der tight und dennoch natürlich ausfällt. Zudem hat man hier allen Instrumenten ihren benötigten Raum gelassen.

Kritik

Einen kleinen Kritikpunkt könnte man hinsichtlich der eher poppigen Ausrichtung sehen, die nicht jedem gefallen wird. Davon abgesehen gibt es an „Verkligheten“ nichts zu beanstanden. Auch wenn die Jungs für einige Hörer teilweise eventuell etwas derber klingen könnten, reichen die kurzen Passagen, in denen das Quintett auch mal ausrastet, vollkommen aus.

Fazit

„Verkligheten“ klingt nicht aufgesetzt, fällt jedoch deutlich rockiger (und auch poppiger) aus und erscheint dennoch alles in allem mal wieder wie aus einem Guss.

Ob Soilwork-Fan oder Neuling – das neue Werk ist uneingeschränkt zu empfehlen.

Video

Tracklist

01 Verkligheten
02 Arrival
03 Bleeder Despoiler
04 Full Moon Shoals
05 The Nurturing Glance
06 When The Universe Spoke
07 Stålfågel
08 The Wolves Are Back In Town
09 Witan
10 The Ageless Whisper
11 Needles And Kin (feat. Tomi Joutsen)
12 You Aquiver

Details

Soilwork – Homepage | Soilwork – FacebookSoilwork – Twitter

Label: Nuclear Blast
Vö-Termin: 11.01.2019
Spielzeit: 50:17

Copyright Cover: Nuclear Blast



Über den Autor

Marcus
Marcus