Review

Nach ihrem 2018er Comeback-Album „Future Pulse“ lässt das Synthpop-Duo Sea of Sin aus deutschen Landen ein neues Album namens „Unbroken“ folgen.

Im Gegensatz zu „Future Pulse“, welches größtenteils aus Re-Edits älterer Tracks besteht, umfasst „Unbroken“ 14 neue Songs, darunter außerdem ein Instrumentalstück.

Eine Songauswahl

Die Gründungsmitglieder Frank und Klaus präsentieren ihr neues Werk besser denn je, wie „Satellites“, „What Are You Waiting For“ und „Naked“ beweisen. Der Hörer begibt sich dabei auf eine melancholische, aber gleichsam mit Leichtigkeit versehene musikalische Reise in die Elektropopwelt.

In Songs wie „Valentine“ und „Leave Me Alone“ lassen sich musikalische Elemente erkennen, die sehr an die Editors erinnern, ohne dass der typische Sea of Sin-Touch verloren geht. Stimmlich wie auch musikalisch werden nicht nur diese Songs perfekt in Szene gesetzt.

Die Vorabsingle „Contamination“, die auch als Opener fungiert und damit den Weg zu „Unbroken“ ebnet, zeigt einmal mehr, dass Synthpop nicht nur nach 80er Jahre – nennen wir es einmal Abklatsch – klingen muss. Melodisch schön, mit leichtem nicht zu dominantem Beat und einem wohlklingenden Gesang überzeugt der Titel auf ganzer Linie.

Sea of Sin (Copyright: Sea of Sin)

Als wahre Highlights werden außerdem „You… (Bitter Sweet)“ und „Bitter Sweet – Reprise“ präsentiert.

Während erstgenannter Titel ein sehr einfühlsamer, von der Stimme getragener Song ist, stellt „Bitter Sweet – Reprise“ ein gefühlvolles Instrumentalstück dar, welches als letzter Track des Albums einen perfekten Abschluss für „Unbroken“ bietet.

Fazit

Das lange Warten auf neues Material von Sea of Sin hat sich gelohnt, denn mit „Unbroken“ setzt sich das Zweiergespann selbst die Krone auf. Melodisch und mit einem Hauch Melancholie sowie leichten Beats und einer sanften, aber markanten Stimme geht man hier zu Werke. Teilweise sind dabei ebenso Einflüsse des 80er und 90er Jahre Synthpops zu finden wie auch Elemente, die an New Order erinnern. An Intensität büßen die Tracks zu keinem Zeitpunkt ein.

Alles in allem sollte „Unbroken“ daher den Weg in die heimischen Plattensammlungen finden. Zudem müssen sich nicht ausschließlich Fans des Genres hier angesprochen fühlen.

Tracklist

01 Contamination
02 You… (Bitter Sweet)
03 Love Won’t Wait
04 Valentine
05 Unspoken Words
06 Leave Me Alone
07 Immaculate
08 Sustaining The Past
09 What Are You Waiting For
10 Floating Away
11 Satellites
12 Substitude
13 Naked
14 Bitter Sweet – Reprise (Instrumental)

Details

Label: Eigenproduktion
Vö-Termin: 03.05.2019
Spielzeit: 55:10

Copyright Cover: Sea of Sin



Über den Autor

Jasmin
Jasmin
Musik ist Balsam für meine Seele