Review

Im Genre des Synthpop sind Sea of Sin längst keine Unbekannten mehr. Wie alle Künstler, zwang auch sie die Corona-Pandemie zu einer Pause, die das Duo jedoch kreativ genutzt hat. Single-Releases und Remix-Kollaborationen standen auf dem Programm – und das Ergebnis gibt es nun auf „The Remixes II“ zu hören. Der Silberling kann ganze 17 Tracks verbuchen – und die schauen bzw. hören wir uns nun einmal näher an.

Über die Songs

Schon beim Opener „Naked“ im klassischen Synthpop Gewand zeigen Klaus Schill und Frank Zwicker, dass sanfte und gefühlvolle Klänge genau zu ihnen passen. Fans des Genres werden begeistert sein, nicht zuletzt durch den eingängigen Refrain des Titels.

Den anschließenden Song „Immaculate“ findet die Hörerschaft gleich drei mal auf „The Remixes II“.
Während der „Rob Dust Remix“ des Tracks eine klassische sanfte Synthpop-Ballade darstellt, die durchaus ihre Reize versprüht, legt der „Man without Country Remix“ eine verspieltere Version des Songs an den Tag. Melodischer und poppiger kommt dieser bei den Hörern an, allerdings geht hier die Klarheit der Stimme etwas unter; dies wurde in der ernstgenannten Version besser gelöst. Auch der „Nature of Wires Remix“ stellt den Gesang wieder mehr in den Vordergrund. Zudem kommt der mit mehr Beats unterlegte Titel aggressiver daher. Damit ist dieser Remix nicht nur ein Favorit unter den drei Fassungen des Songs, sondern reiht sich auch in die Album-Highlights ein, die da noch folgen werden.

Gleich viermal vertreten ist der Song „Floating Away“.
Mit dem „Radio Edit“ (feat. Andrew Montgomery von der Indie Rock Band Geneva) gelingt eine melodische Synthpop-Ballade mit einer schön zu vernehmenden Stimme. Der „Paralyzed Remix“ des Songs bietet poppigere Soundelemente, welche die Stimme schön begleiten. Kräftigere Beats werden im „Nite Remix“ aufgefahren, die wohl vor allem bei der jüngeren Generation gut ankommen werden. Und der „Blume Remix“ ist schließlich der auffälligste und durchaus interessanteste aller Versionen des Tracks.

Sea of Sin (Copyright: Sea of Sin)

Mit „Valentine“, einer melodischen Synthpop-Ballade im „Crashed Wires Mix“ werden gegen Ende noch einmal großartige Maßstäbe gesetzt. Der gesungene Text geht sofort ins Ohr und der Refrain begeistert. Die Leichtigkeit des Songs überträgt sich auf die Hörerschaft. Ein rundum gelungenes Stück mit Ohrwurmcharakter.

Den Abschluss des Albums macht schließlich die Klavier dominierte Version namens „Promenade Cinema Remix“ von „Unspoken Words“. Leider bilden dabei Gesang und Melodie keine allzu harmonische Einheit, was den Track etwas verloren wirken lässt. Einzelne Parts dagegen sind sehr schön gelungen. Insgesamt wäre da aber mehr drin gewesen.

Fazit

Sea of Sin ist mit „The Remixes II“ ein schönes, teils sehr intensives Album gelungen. Allerdings wäre es erfrischender gewesen, wenn noch mehr verschiedene Songs aus ihrem Repertoire dem Album hinzugefügt worden wären, denn so macht es das Ganze zeitweilig etwas eintönig.


The Remixes 2

Teaser

Tracklist

01 Naked (Single Edit)
02 Immaculate (Rob Dust Remix)
03 Immaculate (Man without Country Remix)
04 Immaculate (Nature of Wires Remix)
05 Turn Back Time (Single Edit)
06 Turn Back Time (Mesh Remix)
07 Turn Back Time (Covered in Snow Remix)
08 Floating Away (Radio Edit) ft. Andrew Montgomery
09 Floating Away (Paralyzed Remix)
10 Floating Away (Nite Remix)
11 Floating Away (Blume Remix)
12 Unspoken Words (Hanseatic Dark Mix)
13 Unspoken Words (Soni Code Remix)
14 Unspoken Words (Mindbeat Remix)
15 Unspoken Words (Rotoskop Remix)
16 Valentine (Crashed Wires Mix)
17 Unspoken Words (Promenade Cinema Remix)

Details

Sea of Sin – Homepage | Sea of Sin – Facebook

Label: 7usmusic
Vö-Termin: 19.03.2021
Spielzeit: 75:06

Copyright Cover: Sea of Sin



Über den Autor

Jasmin
Musik ist Balsam für meine Seele