Review

Zehn Jahre sind seit seinem Soloalbum „Ten Industrial Tracks“ vergangen, jetzt meldet sich Rüdiger Schuster mit einem neuen Werk namens „Ten More Industrial Tracks“ zurück.

Wie der Name schon sagt, steht Industrial dabei erneut auf dem Programm. Und diesen kredenzt der Musiker in zehn lauten, knallharten Songs mit verzerrtem Gesang und ordentlichen Beats.

Dabei handelt es sich um eine (laut eigener Aussage) „von Lärm und Krach überflutete Retrospektive der bisherigen Karriere der fast vierzig Jahre umspannenden Diskografie und Schaffenszeit des Unikats der deutschen alternativen Musikszene“.

Die Songs

Schon der Opener „The Kill“ versprüht reichlich Power. Mit seinen in die Musik einfließenden verzerrten Vocals, dem eindringlichen Beat und den damit einhergehenden elektronischen Klängen entfaltet der Song enormes Tanzpotenzial.

Der nachfolgende Track „Schmerz“ wird polarisieren. Seine Machart stellt entweder ein Highlight bei den Hörern dar oder gefällt überhaupt nicht.

Als längste Nummer – mit knapp acht Minuten – zeigt sich schließlich „Capitalism“ von einer sehr melodischen Seite. Die Melodie, die fantastischen Klangwelten sowie die in den Song eingefügten Gesangparts bilden eine wundervolle Einheit. Nicht nur aufgrund seiner Länge sticht der Songs positiv aus dem Album hervor.

Mit „Fading Out“ findet das Album – nicht nur namentlich – einen perfekten Abschluss. Durch übersteuerte Beats und futuristisch anmutende Sounds kann Schuster noch einmal punkten.

Fazit

Die harten Industrial-Klänge auf „Ten More Industrial Tracks“ sind von Rüdiger Schuster und Co-Produzent Thomas Nihil bis ins letzte Detail ausgearbeitet worden. Für einige Hörer kann es allerdings zu viel des Guten sein, das es auf dem Album zu hören gibt. Zu hart, zu laut und manchmal einfach zu viel von allem – mit „Ten More Industrial Tracks werden eindeutig ausschließlich hartgesottene Genre-Fans angesprochen. Was diese dann erwartet, fassen die Worte Schusters selbst wohl am besten zusammen:

„Diese Musik ist dafür gemacht, euch zu brechen, damit ihr neu geboren werden könnt.“

Video

Tracklist

01 The Kill
02 Schmerz
03 Brain Test
04 Fear
05 Capitalism
06 Let Them All Die
07 Hold Me 2.0
08 Die
09 Drown
10 Fading Out

Details

Label: Eigenproduktion
Vö-Termin: 03.06.2019
Spielzeit: 52:39

Copyright Cover: Rüdiger Schuster



Über den Autor

Jasmin
Jasmin
Musik ist Balsam für meine Seele