Review

„Back to the roots“ gehen Rhapsody Of Fire mit ihrem neuen Studioalbum „The Eighth Mountain“.

Erstes Kapitel einer neuen Saga

Es leitet das erste Kapitel einer neuen Saga ein, die den Namen „The Nephilim’s Empire Saga“ tragen soll.
So kommt die italienische Band wieder zu ihren Anfängen zurück, die schon zum Karrierebeginn albumübergreifende Konzepte im Sagen-Format lieferten.

In Kürze zusammengefasst geht es in dem vorliegenden Konzept um verlorene und korrumpierte Seelen. Die Geschichte ist zwar fiktiv, aber Rhapsody Of Fire Keyboarder, Gründer und Hauptsongschreiber Alex Staropoli weist darauf hin, dass sich jeder mit dem, was in den Stücken präsentiert wird, identifizieren kann, da trotz alledem Bezüge zur Realität bestehen und es an einem selbst liegt, sich für einen Lebensweg zu entscheiden.

Bei der Darbietung der Geschichte verzichtet man auf ausgiebige Erzählpassagen, sodass sich das Album flüssig hören lässt. Eine Ausnahme bildet das Finale „Tales Of A Hero’s Fate“, das als Ausklang Christoher Lee zu Wort kommen lässt.

Hymnen, Pathos und technische Raffinesse

Giacomo Voli, Alex Staropoli, Roby De Micheli, Alessandro Sala und Manu Lotter zeigen in typischer Rhapsody Of Fire-Manier, was Hymne, Pathos und technische Raffinesse bedeuten.

Orchesterarrangements gepaart mit epischen Refrains zeigen auf insgesamt 12 Titeln ihr gesamtes Volumen und ihre volle Klangstärke.

Rhapsody Of Fire (Copyright: Karsten Koch)

Um dem Konzept die vorliegende und überragende Klangfarbe verleihen zu können, holten sich die Italiener sinfonische Schützenhilfe von dem berühmten „Bulgarian National Symphony Orchestra“, während zwei große, mehr als 20 Sänger umfassende Chöre sowie mehrere Solisten mit mittelalterlichen Instrumenten (wunderbar u.a. zu hören in „Warrior Heart“) die Epik von „The Eighth Mountain“ befeuern.

Bei aller Opulenz vergessen Rhapsody Of Fire auch nicht, das Gaspedal ordentlich durchzutreten. Ohne sich in progressive Allüren zu verlieren, kommen jene Songs mit pfeilschnellen Drums und Gitarren gut auf den Punkt, bis dem Hörer zwischendurch immer mal wieder Verschnaufpausen in Form von balladesken Titeln gewährt werden. Insgesamt eine gute Mischung.

Fazit

Das Symphonic Power Metal Quintett hat sich mit dem aktuellen Album einmal mehr selbst übertroffen und liefert ein klanggewaltiges Stück, das qualitativ hochwertig ist. Einfach gewaltig!

Video

Tracklist

01 Abyss Of Pain
02 Seven Heroic Deeds
03 Master Of Peace
04 Rain Of Fury
05 White Wizard
06 Warrior Heart
07 The Courage To Forgive
08 March Against The Tyrant
09 Clash Of Times
10 The Legend Goes On
11 The Wind, The Rain And The Moon
12 Tales Of A Hero’s Fate

Details

Rhapsody Of Fire – Homepage | Rhapsody Of Fire – Facebook | Rhapsody Of Fire – Twitter

Label: AFM Records
Vö-Termin: 22.02.2019
Spielzeit: 64:38

Copyright Cover: AFM Records



Über den Autor

Daggy
Daggy
Es war einmal...vor langer Zeit..., ein Mädel aus Bayern, das den Sprung von einer katholischen Klosterschule schaffte und ans andere Ende Deutschlands reiste. Dort absolvierte sie als eine der ersten Frauen ihren Dienst bei der Marine. Von dort aus führte ihr Weg zu ihrem jetzigen Job, der sie seither rund um die Welt führt. So lebte sie bisher in den USA (Atlanta), Berlin (ohnehin ihre Wahlheimat), Indien (Mumbai) und derzeit China (Peking). Dabei ist das Reisen, als auch das Fotografieren ein wesentlicher Teil von ihr. Das Ganze wird untermalt von ihren "exzessiven" Konzert- und Festivalbesuchen, denn Musik öffnet überall auf der Welt Tür und Tor.