Review

In den 90er Jahren wurde ein Genre populär, das es in dieser Form so noch nicht gegeben hatte: Grunge – eine Mischung aus Punk Rock und Heavy Metal.

Grunge: made in Dorsten

Ebendiesem Genre hat sich auch die 3-köpfige (bei Liveauftritten 4-köpfige) und 2004 gegründete Band Reverse aus Dorsten verschrieben und sollte mit ihren Veröffentlichungen jedem Nirvana oder Alice in Chains Fan ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

Unter ihren bisherigen Releases zählt auch die vorliegende EP namens „Glasgow Kiss“, die mit sechs starken Songs daherkommt und 2018 erschienen ist.

Stimmlich steht Sänger Chris darauf den ganz Großen des Genres in nichts nach.
Der leicht „kratzige“ Gesang verleiht dem Sound von Reverse das gewisse Etwas – deutlich zu hören in Songs wie „Welcome To This Show“, „Wise & Sick“ und „You Don’t Shape Me“.

Reverse (Copyright: Reverse)

Allerdings sind auf der EP „Glasgow Kiss“ nicht nur kratzig-raue Töne zu hören, sondern auch klare Gesangspassagen und Sprechgesang, wie es in „Fall Apart“, „Sixteen Holes“ und „In This Head“ der Fall ist.

Abgerundet wird der kompakte Silberling durch sehr melodisch angelegte Songs, die mit ordentlich in Szene gesetzten Drums aufwarten.

Hier eine Auswahl an Anspieltipps zu treffen, fällt schwer, denn die überragende Ausarbeitung der Tracks spricht für die gesamte EP.

Fazit

Reverse beweisen: Grunge funktioniert auch heute noch.
Mal eher rockig, mal punklastig versetzt die Band ihre Hörer in die 90er Jahre zurück, ohne dabei unzeitgemäß zu wirken. Genre-Fans sollten sich „Glasgow Kiss“ daher getrost nach Hause holen.

Video

Tracklist

01 Fall Apart
02 Sixteen Holes
03 Welcome To This Show
04 In This Head
05 You Don’t Shape Me
06 Wise & Sick

Details

Reverse – Homepage
Reverse – Facebook

Label: Eigenproduktion
Vö-Termin: 2018
Spielzeit: 16:26

Copyright Cover: Reverse



Über den Autor

Jasmin
Jasmin
Musik ist Balsam für meine Seele