Review

Mr. Strangler is back

Die Geschichte um den mysteriösen Mr. Strangler geht auf dem Album „No Monsters in God’s Eyes – Act III“ in die dritte Runde und komplettiert damit die 2017 angefangene Trilogie der selbsternannten „Murder Rocker“ von PORN.

Schnell wird deutlich: Die Band um Philippe Deschemin tritt auf ihrem aktuellen Werk melodischer und mystischer auf, als noch auf dem Vorgänger „The Darkest Of Human Desires – Act II“.

Die Songs

Dass sie dabei auch stets tiefgründig zu Werke gehen, zeigen PORN schon im Opener „Dead In Every Eyes“. Doch vor allem stimmlich kann hier vom ersten Ton an überzeugt werden, was letztlich auch die Bedeutung des Textes auf den Punkt bringt. Das musikalische Wechselspiel zwischen einer gewissen langsamen Schwere und powervoller, melodischer Rockmusik gelingt der Band außerdem in perfekter Weise.

Ein sehr energiegeladener Titel, der ebenfalls mit langsamen Parts ausgestattet wurde, ist „A Lovely Day“. Er zeigt, dass dieses Album spannend wird und keine Langeweile aufkommen lässt.

Gefühlvolles Triple

Mit „Low Winter Hope – Part 1“,Low Winter Hope – Part 2″ und „Low Winter Hope – Part 3“ servieren PORN dann ein Triple in Sachen Gänsehautmomente.
Dabei vermag man bezüglich „Low Winter Hope – Part 1“ auf Anhieb gar nicht sagen, warum dies so ist. Ist es die Tiefe oder doch eher die Mystik, die der Song ausstrahlt? Fakt ist, die verzerrte Stimme sowie die musikalische Begleitung tun ihr Übriges dazu, um jene Stimmung zu erzeugen.
Diese bricht auch in „Low Winter Hope – Part 2“ nicht ab. Im Gegensatz zum ersten Teil zeigt sich hier ein Track, der trotz seiner schnellen Passagen sehr balladesk beim Hörer ankommt.
Das Highlight des Song-Dreiers stellt dann aber Low Winter Hope – Part 3″ dar. Ein rundum gelungener Titel, an dem es nichts auszusetzen gibt.

PORN (Copyright: Vdpictures – Video & Photo Productions)

Für eine Überraschung sorgt – aufgrund seiner Leichtigkeit – schließlich das Lied „Some Happy Moments“. Mit akustischen sowie den gewohnten harten Elementen versehen, geht der Track direkt ins Ohr.

„Mr. Strangler’s Last Words“ verleihen dem sehr abwechslungsreichen Album nicht nur einen rundum gelungenen Abschluss, sondern sie schließen zugleich die Trilogie um Mr. Strangler in würdiger Weise ab.

Fazit

Weder die Progressivität des Vorgängers noch die darauf häufig zu hörende Kopfstimme von Philippe Deschemin sind auf „No Monsters In God’s Eyes – Act III“ in dem ehemaligen Ausmaß vorhanden. Die Reduzierung dieser beiden Faktoren schadet der Qualität des Albums jedoch in keiner Weise. Somit findet die Trilogie von PORN einen gelungenen Abschluss und man darf schon jetzt gespannt sein, was sich die Band aus Frankreich als nächstes überlegt und veröffentlicht.

Video

Tracklist

01 Dead In Every Eyes
02 High Summer Sun – Part 1
03 A Lovely Day
04 Low Winter Hope – Part 1
05 In An Endless Dream
06 Low Winter Hope – Part 2
07 Sky Outside
08 High Summer Sun – Part 2
09 Some Happy Moments
10 God’s Creatures
11 Low Winter Hope – Part 3
12 Among Dark Red Roses
13 Mr. Strangle’s Last Words

Details

PORN – Facebook | PORN – Bandcamp

Label: Echozone / Les Disques Rubicon / Soulfood
Vö-Termin: 27.03.2020
Spielzeit: 60:24

Copyright Cover: Echozone



Über den Autor

Jasmin
Jasmin
Musik ist Balsam für meine Seele