Review

Obscure Infinity sind mit ihrem vierten Album zurück. Das gute Stück hört auf den Namen „Into The Vortex Of Obscurity“ und kam am 22. März über FDA Records auf den Markt.

Eine geballte Packung Old School Death Metal wird erwartet, mit dem laut Infotext insbesondere Fans von Carcass, At The Gates oder Dissection auf ihre Kosten kommen sollen.

Die Songs

Schon der Opener „Embrace Obscurity“ lässt sich in einem Wort zusammenfassen: straight! Hier bekommt der Hörer das volle Death Metal Brett mit Blastbeats, derben Growls und super Riffs.

Dagegen kommt „A Cosmic Disgrace“ etwas spaciger daher. Auch hier bleibt es zu Beginn recht klassisch, sodass der Kopf automatisch mitrotiert. Kurz darauf wird es ein wenig Thrash Metal-artig und das Tempo passt sich diesbezüglich an. Etwas Leadgitarre und kosmischer Sprachgesang runden diesen gelungenen Track ab.
Die doch ziemlich rotzige Produktion fällt dabei gar nicht stark ins Gewicht. Obwohl man solche Songs gerne etwas klinischer hört, um auch wirklich jedes Detail aufzusaugen, passt der Sound hier wirklich gut.

„Invoke Deliverance“ sticht außerdem noch heraus, da er deutlich düsterer als das übrige Material daherkommt. Langsame Riffs mit einer walzenden Doublebass; dazu Highs und Growls – das Ganze wirkt wie eine entschleunigte Variante der Band und damit kann man definitiv punkten.

Einen Anspieltipp des Albums stellt „Void Of The Soul“ dar. In etwas rotziger The Black Dahlia Murder-Manier vorgetragen, fällt erneut der bereits erwähnte Sound der Veröffentlichung auf. Dessen dreckiger Old School Charme muss einem zwar gefallen, zur Band und ihrem neuen Album passt er insgesamt gut.

Obscure Infinity (Copyright: Obscure Infinity)

„Swallowed By Time And Darkness“ bildet schließlich das epische Ende von „Into The Vortex Of Obscurity“. Es wird klanglich zunächst etwas nordisch und eher Heavy Metal-lastig, doch das Blatt wendet sich, denn der Black Metal Anteil ist hier ziemlich hoch.

Kritik

Man legt in diesem Song viel Wert auf Atmosphäre. Entsprechend kommen Clean-Gitarren und klarer Sprechgesang zum Einsatz. Dies betreffend muss jedoch jeder selbst entscheiden, ob das gefällt. Meinen persönlichen Geschmack trift es nicht. Zudem ist es auch der Gesamtstimmung der Platte nicht zuträglich.

Ein größeres Problem von „Into The Vortex Of Obscurity“ ist dann aber das repetitive Songwriting. Man hat über die gesamte Albumlänge das Gefühl, häufig die gleichen Stellen zu hören. Das motiviert nicht gerade, die Tracks öfter zu hören.

 Fazit

Trotz einiger guter Songs bleibt am Ende die Feststellung, dass „Into The Vortex Of Obscurity“ für Hörer und Genre keinen wirklichen Mehrwert bietet.

Video

Tracklist

01 Embrace Obscurity
02 A Comics Disgrace
03 Grotesque Face
04 Invoke Deliverance
05 Lightning Spear (A Forlorn Wanderer Part II)
06 Void Of The Soul
07 Withering Starseed Under The Cosmic Vault
08 Swallowed By Time And Darkness

Details

Obscure Infinity – Facebook

Label: FDA Records / Soulfood Music
Vö-Termin: 22.03.2019
Spielzeit: 40:47

Copyright Cover: FDA Records



Über den Autor

Marcus
Marcus