Review

Das am 28.11.2018 auf Danse Macabre Records erschienene Debütalbum „In the Absence of Light“ von Morgue Poetry, dem Soloprojekt des Wisborg-Frontmanns Konstantin Michaely, bietet mit seinen 14 Tracks eine poetische Reise durch Gefühlswelten, die vor allem durch einen ausdrucksstarken Gesang verursacht werden.

Musikalische Poesie

Morgue Poetry setzt in „In the Absence of Light“ auf akustische Gitarrenklänge, Klavier und Percussions und beweist damit, dass gute Musik nicht immer laut oder elektronisch sein muss.

Neben einem gewissen „Unplugged-Feeling“ versprüht die intensive ausdrucksstarke Stimme von Konstantin Michaely – trotz einer steten mitklingenden leichten Traurigkeit – eine unbeschreibliche Wärme.

Ein wahres Highlight stellt diesbezüglich der Titel „Mortal Son“ dar. Während der Gesang ein Gänsehautgefühl verursacht, können die Betonung und die Tiefe der Stimme schon fast als musikalische Poesie bezeichnet werden.

Morgue Poetry (Copyright: Konstantin Michaely / Morgue Poetry)

Songs, die stimmlich ebenfalls so perfekt dargeboten werden, dass sie authentischer nicht wirken könnten, sind zudem: „To Love Is To Lose“, „Enlightenment“, „Love Is Blind“, „Trust“ und „God Is Dead“, die hiermit zugleich als Anspieltipps empfohlen werden.

Alles in allem weiß selten eine Stimme so zu berühren, wie es bei Morgue Poetry der Fall ist. Vergleichbar mit Nick Cave steht Konstantin Michaely jenem großen Künstler in nichts nach. 

Gut klingende Intensität

Die Intensität von Morgue Poetry spiegelt aber nicht nur der Gesang, sondern auch die instrumentale Ebene wider. Diesbezüglich ließ es sich der Musiker nicht nehmen, alle Instrumente auf „In the Absence of Light“ selbst einzuspielen.

Sein damit entstandener Folk Noir wird letztlich durch eine natürliche Produktion abgerundet, für die sich Achim Dreßler (u.a. De/Vision, Unheilig) verantwortlich zeigt.

Fazit

Trotz der Schwere ist das Album In the Absence of Light“ ein wahrer Ohrenschmaus. Die Songs darauf sind intensiv, authentisch und ehrlich. Jedes Gefühl ist spürbar, was nicht zuletzt der tiefen Gesangsstimme Michaelys zuzuschreiben ist. Für Freunde der schweren, dunklen Musik ist das Morgue Poetry-Debüt daher ein absolutes Muss.

Video

Tracklist

01 Lucifer
02 Drunk & Wrecked
03 Crucified
04 To Love Is To Lose
05 Killing Spree
06 Enlightenment
07 Jehovah’s Witness
08 Tonight
09 Mortal Son
10 Love Is Blind
11 Trust
12 Hour Of Death
13 God Is Dead
14 Apocalypse

Details

Morgue Poetry – Bandcamp
Morgue Poetry – Facebook

Label: Danse Macabre / Al!ve
Vö-Termin: 23.11.2018
Spielzeit: 49:18

Copyright Cover: Danse Macabre



Über den Autor

Jasmin
Jasmin
Musik ist Balsam für meine Seele