Review

Robert will es wieder wissen. Mit seiner Truppe Machine Head präsentiert er uns „Bloodstone & Diamonds“.
Bekannt für den Neo Thrash haben sich Machine Head schon seit Längerem etwas umorientiert. Die Devise ist aber weiterhin Metal! Hart, schnell und schön abwechslungsreich muss er sein und das ist er auf „Bloodstone & Diamonds“.

Das Jahr begann etwas schwerfällig, denn ihr Ex-Bassist Adam Duce verklagte die Band, da noch Lohnzahlungen ausstanden und Vertragsbruch zustande kam. Sei es drum, denn der Musik hat dies nicht geschadet. Die neuen Songs sind allesamt sehr modern und zeigen gut, dass die Heads mit der Zeit gehen, dennoch aber ihrem Stil treu bleiben.

Mit „Now We Die“ starten sie mit einer klassischen Machine Head-Hymne. Sie reißt den Hörer mit und ist klasse zum mitgrölen, ob live oder aber zu Hause. Dafür haben Machine Head ein gutes Händchen. Die Masse wird es freuen.

„Ghosts Will Haunt My Bones“ klingt wie eine Neo Thrash-Djent-Kracherballade. Hier macht sich bereits der moderne Touch der Band bemerkbar. Das steht ihnen und knallt sehr gut.

Allgemein ist das Album gut durchmischt mit ruhigen und schnellen Passagen, Soli dürfen natürlich auch nicht fehlen. Ihr Einsatz kommt dezent daher und wird so punktuell richtig gesetzt. Zum guten Songmix kommt der klasse Mix der ganzen Platte. Alles wirkt kraftvoll und natürlich. Machine Head sind eben eine Macht und gerade auf ihren Scheiben lassen sie die Muskeln spielen.

„Eyes Of The Dead erinnert“ stark an ihr „Imperium“, was nicht falsch rüber kommen soll. Etwas Nostalgie schadet nie und auch der Song ist gut geworden.

Doch dann kommt der Groover schlechthin. „Beneath The Silt“ wartet mit Drop Gitarren und klassischem und bekanntem Flageolett auf. Dazu gesellt sich ein interessanter Psycho-Gesang, um dann in einer Rocknummer zu münden. Ziemlich geile Mischung und eindeutig einer der besten Songs auf „Bloodstone & Diamonds“.

Machine Head (Copyright: Travis Shinn)

Machine Head (Copyright: Travis Shinn)

Gleich dranhängen möchte man „Game Over“. Dieser Song strotzt nur so vor Potenzial und Kraft. Flynn lässt hier ein wenig seine Slipknot-Ader bluten, denn ab und an habe ich mich an den guten alten Corey Taylor erinnert gefühlt.

Die schnellen Metalnummern werden immer wieder durch ruhige Songs gestoppt. Dem einen gefällt es, der andere skipt es. Dabei sind die ruhigen Nummern sehr emotional und reißen ziemlich mit.

Flynn hat man schon immer geliebt für seine kompromisslosen und aggressiven Vocals. Zwischen Screams, Gebrüll und Gesang findet sich alles wieder, was die Band ausmacht. Er definiert die Band, das ist auch gut so, denn kein anderer passt da vorn ans Mikro hin.

Fazit: „Bloodstone & Diamonds“ ist sehr abwechslungsreich und weist viel Potenzial auf. Flynn hat gute Arbeit geleistet und auch seine Jungs halten gut mit. Ein Mix aus klassischem Metal à la Machine Head trifft auf moderne Einflüsse, wie ihn die junge Generation gerne hört, ohne dass sich Machine Head verraten und nun dem Trend folgen. Den Spagat haben sie gemeistert. Einzig der Stil der Band muss einem wirklich liegen, denn der ist nicht jedermanns Sache.

Video

Tracklist

01 Now We Die
02 Killers & Kings
03 Ghosts Will Haunt My Bones
04 Night Of Long Knives
05 Sail Into The Black
06 Eyes Of The Dead
07 Beneath The Silt
08 In Comes The Flood
09 Damage Inside
10 Game Over
11 Imaginal Cells
12 Take Me Through the Fire

Details

Machine Head – Homepage
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Label: Nuclear Blast
Vö-Termin: 07.11.2014
Spielzeit: 01:10:59

Copyright Cover: Nuclear Blast



Über den Autor

Marcus