Review

Die Band

Lovebites, fünf toughe Mädels aus Japan, haben pünktlich vor Jahresende ihr neues Album „Clockwork Immortality“ am Start und beglücken die Metalgemeinde mit einem echten Genre-Highlight.

Die Band aus dem Land der aufgehenden Sonne dürfte vielleicht dem oder der einen oder anderen hierzulande bereits durch ihr letztjähriges Debütalbum „Awaking From Abyss“ und dem Gewinn des Metal Hammer Golden Gods Awards in diesem Jahr bekannt sein. Wenn nicht, dann wird es höchste Eisenbahn, denn was die Damen hier abliefern, braucht sich vor den männlichen Genrekollegen nicht verstecken.

Die Songs

Nach einigen akustischen Gitarrenklängen startet bereits der Opener „Addicted“ temporeich und druckvoll durch. Die astreine Power Metal-Nummer pflügt sich gleich mächtig durch die Gehörgänge und wird gekrönt durch ein schön-melodisches Gitarrensolo.

Auch die nachfolgenden Songs behalten Tempo und Härte bei. „Pledge Of The Saviour“ trumpft dabei zusätzlich mit einem markanten Riff auf und geht spätestens beim Refrain auch nicht mehr aus dem Ohr. Mit einem gefälligen und ausgiebigen Instrumentalpart beweisen Lovebites nicht nur hier, dass sie ihre Instrumente exzellent beherrschen.

Das unterstreicht im weiteren Verlauf auch „We The United“, ein ultraschneller Song mit viel Doublebass, der sich vor Dragonforce & Co. nicht zu verstecken braucht.

Mit zusätzlichen sinfonischen Arrangements werden dann Titel wie „Rising“ und „The Final Collision“ versehen, die dadurch sogar noch eingängiger wirken. Dabei verlieren auch diese Titel zum Glück nicht an Härte, wie beispielsweise das coole und aggressive Gitarrensolo in „Rising“ beweist.

Schnell zeigt sich auf „Clockwork Immortality“ auch, dass nicht nur nach Schema F vorgegangen wird. So ist „Empty Daydream“ etwas ruhiger gehalten und wird mit einer rockigen Note versehen. Der Song punktet außerdem mit seinem versetzten Gesang im Refrain und seiner Melodie.

Und dann findet man noch Stücke wie „Mastermind 01“ oder „M.D.O.“, bei denen sich der musikalische Fokus eher Richtung Heavy Metal verschiebt, wodurch die Titel sehr rau und straight daherkommen.

Die epische Ballade „Epiloque“ bildet dann den Schluss des Albums und setzt einen gewissen Ruhepunkt zum musikalischen Feuerwerk zuvor.

Die Highlights

„Clockwork Immortality“ kann somit auf ganzer Linie punkten und stellt zum Debütalbum nochmals eine enorme Steigerung dar.

Alle Hörer von Power und Heavy Metal werden durch Lovebites bestens bedient.
Wenngleich musikalisch gar nicht so viel Neues geboten wird, überraschen die Japanerinnen doch in anderer Richtung.

Lovebites (Copyright: Lovebites)

Zum einen durch ein perfektes Songwriting. Sämtliche Hooks sitzen und Gitarrensoli sind so zahlreich und vielfältig vorhanden, dass es für alle Freunde des ausgiebigen Spiels der Sechssaiter eine wahre Freude ist. In keiner Weise werden dabei Tempo, Härte oder Melodik der Songs – ausgenommen in der Ballade „Epiloque“ – vernachlässigt.
Zum anderen zeigen Lovebites in jedem Song durch das perfekte und gekonnte Spiel, dass sie auch an ihren jeweiligen Instrumenten richtig was draufhaben – und sich zudem auch noch das richtige musikalische Genre ausgesucht haben.

Das bestätigt auch Sängerin Asami. Ihre Stimme, in einigen Nuancen öfters etwas rauer, passt hervorragend zum Sound. Zudem kann sie in den balladesken Parts ihre stimmliche Qualität unter Beweis stellen.

Das Fazit

Mit ihrem neuen, in allen Belangen überzeugenden Album „Clockwork Immortality“ sollten Lovebites auch hierzulande ihre verdiente Aufmerksamkeit finden. Zu wünschen wäre es den fünf jungen Damen auf jeden Fall.

Video

Tracklist

01 Addicted
02 Pledge Of The Saviour
03 Rising
04 Empty Daydream
05 Mastermind 01
06 M.D.O
07 Journey To The Other Side
08 The Final Collision
09 We The United
10 Epilogue

Details

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Label: Arising Empire
Vö-Termin: 07.12.2018
Spielzeit: 53:14

Copyright Cover: Arising Empire



Über den Autor

Conny
Conny
"Das Durchschnittliche gibt der Welt ihren Bestand, das Außergewöhnliche ihren Wert." - Oscar Wilde