Review

In Eigenproduktion hat Sängerin Lexi Layne zusammen mit Musiker und Produzent Clint Fowler ihre erste EP mit dem Titel „Sinner and Saint“ veröffentlicht.

Die Tracks

Auf der EP befinden sich fünf Tracks.

Bereits der Opener zeigt ganz klar die Intention der Musikerin. „Domniate“ wird mit gedämpften Gitarrenriffs eingeleitet, welche von Elektrosounds überlagert werden. Dumpfe Bassläufe winden sich um den fast schon lasziven Gesang in den Strophen. Im späteren Verlauf des Tracks gibt es einen Instrumentalpart mit Synthesizersound zu hören, der zum Tanzen anregt. Lexi zeigt im Song außerdem, wie vielfältig sie ihre Stimme einsetzen kann; sowohl Stimmfarbe als auch Betonung und Range wechselt sie mehrmals.

Ein sehr vorantreibender Track ist „Self Sabotage“, den man in die Rock-Ecke einordnen könnte. Neben der cleanen Stimme von Lexi gibt es ein Duett mit einer growlenden Männerstimme zu vernehmen. Lexis Stimme wirkt hier teilweise sehr zerbrechlich, besitzt aber dennoch eine gewisse Stärke.

„Bloodless“ wird von einer cleanen Gitarre und einer fast schon experimentellen Perkussion-Instrumentierung begleitet. In den Strophen ist die Instrumentierung eher ruhig, der Gesang beinahe traurig. Zwischendurch sind orientalische Klänge zu hören. Der Refrain ist kraftvoll und gesanglich eher kämpferisch interpretiert.

Lexi Layne (Copyright: Lexi Layne)

Ein eher typischer Pop-Song ist „Lost Soul“. Mit Piano und Streichern wird der Gesang zunächst begleitet, der anfangs etwas verzerrt und gedämpft klingt; so, als käme er aus einem alten Radio. Der Titel ist sehr ruhig, scheint jedoch in verschiedene Parts aufgeteilt zu sein, die mit unterschiedlicher Instrumentierung begleitet werden. Auch die Tempi unterscheiden sich. Abwechslungsreich.

Der Titeltrack der EP, „Sinner and Saint“, ist der letzte Song auf der Scheibe. Mit Streichern und Piano wird der Gesang eingeleitet. Hier überrascht Lexi mit einer völlig anderen Stimmfarbe. Extrem kraftvoll, teilweise schon soulig kommt der Gesang bei den Hörenden an. Die unerbittlichen Drum-Schläge und Gitarrenriffs untermalen dies sehr gut. Auch hier findet man wieder einige gegensätzliche Parts, die den Track interessant machen.

Fazit

Man weiß nicht so recht, welcher Musikrichtung man die Songs der EP zuordnen kann. Am ehesten kann hier wohl von einer Mischung aus Dark Rock und (Dark) Pop die Rede sein. Orchesterklänge, die auf düstere Themen treffen, typische Popmusik, die auf epischen Chorgesang trifft – an Abwechslung mangelt es „Sinner and Saint“ zumindest nicht und fest steht, dass genau diese Vielseitigkeit die Scheibe extrem interessant macht. Leider fällt der Umfang mit nur fünf Titeln sehr mau aus, dafür haut Lexi Layne ihre HörerInnen aber stimmlich komplett um.


Sinner and Saint [Explicit]

Video

Tracklist

01 Dominate
02 Self Sabotage
03 Bloodless
04 Lost Soul
05 Sinner and Saint

Details

Lexi Layne – Facebook

Label: Eigenproduktion
Vö-Termin: 06.08.2021
Spielzeit: 23:12

Copyright Cover: Lexi Layne



Über den Autor

Selina
Carpe Noctem