Review

„Instigator“ soll nun das neunte Studioalbum des Singer-Songwriters Kevin Devine sein, der schon seit Längerem im musikalischen Bereich unterwegs ist. Die Musik von Devine setzt sich aus verschiedenen Einflüssen des Indie- und Folk-Rock, aber auch durch eine gewisse Abrundung durch den Alternative Rock zusammen.

Die Stimme des Musikers erwärmt schon ab dem ersten Titel die Ohren und Herzen seiner Zuhörer. Gleichermaßen setzen sich seine Stücke mal aus härterem Rock und mal aus einem Hauch von Klängen zusammen. Letztendlich ist es aber das markante und kernige Organ, das einen Großteil des Albums abrundet.

Besonders der Folk scheint es Kevin Devine immer wieder angetan zu haben. In fast jedem der elf Titel ist dieser zu finden und dennoch drängt der Musiker seinen Hörer diesen Sound keinesfalls auf. Vielmehr bedient sich Devine an verschiedenen Elementen und verbindet sie mit einer musikalischen Indie-Attitüde, sodass permanent positive Vibes im Hintergrund mitschwingen.

Doch genau so wie Folk auf „Instigator“ seinen Platz findet, gibt es immer wieder Raum für den alternativen Charakter der Platte.
Oftmals verläuft es akustisch dabei jedoch nicht geradeaus. Was zunächst etwas gewöhnungsbedürftig klingt, mündet allerdings schnell in einer abwechslungsreichen Nuance, die verhindert, dass Langeweile aufkommt.

Kevin Devine (Copyright: Shervin Lainez)

Kevin Devine (Copyright: Shervin Lainez)

Tatsächlich ist der Einstieg alles andere als schwer. Kevin Devine punktet durch seine sympathische Art, die sich regelmäßig in seiner Musik widerspiegelt. Da reicht dann auch oft ein eingängiger Refrain über rockigen Instrumenten, mit dem trotz der Lyrics immer wieder gute Laune verbreitet wird.

So manchen Song treibt es dann aber doch zu weit in die Highschool-Punk-Schiene, welche sich hier nicht allzu facettenreich gestaltet. Dies sind dann oft Momente, in denen der gute Eindruck vom vorherigen Song durch vorhersehbare Akkorde oder Strukturen schnell wieder zunichtegemacht wird.
Kevin Devine hat dies keinesfalls nötig. Wenn er es rockiger haben will, schafft er das auch ohne jegliche generischen Mittel.

Abgesehen davon ist „Instigator“ eine dieser Platten, die man in den Player legt und einfach durchlaufen lässt, während sie einen emotional durch ein Auf und Ab treibt; alles unter dem Mantel musikalischer Qualitäten, die dafür sorgen, dass man so schnell von diesem Album nicht mehr loskommt.

Video

Trackliste

01 No Why
02 Instigator
03 Magic Magnet
04 Freddie Gray Blues
05 No History
06 Daydrunk
07 Both Ways
08 No One Says You Have To
09 Guard Your Gates
10 Before You’re Here
11 I Was Alive Back Then

Details

Kevin Devine – Homepage
Kevin Devine -Facebook

Label: Big Scary Monsters
Vö-Termin: 18.11.2016
Spielzeit: 34:54

Copyright Cover: Big Scary Monsters



Über den Autor

Christopher