Review

Kurz vor Jahresultimo offerieren Iron Savior allen Power Metal-Liebhabern noch ihre neue Scheibe „Skycrest“.

Nach dem obligatorischen, sphärischen Intro beweist bereits der Titeltrack, dass man sich auch 2020 auf die Qualitäten der Hamburger verlassen kann.

Die Tracks

Der Titeltrack „Skycrest“ ballert bereits ordentlich nach vorne; die liedhafte Bridge und der melodische Refrain gehen umgehend ins Ohr. Ein vielversprechender Beginn, der sogar noch mit dem folgenden „Our Time Has Come“ getoppt wird. Schneller und eine Spur aggressiver als der Opener ist dieser Song zum Headbangen wahrlich prädestiniert. Hier stimmt vom Riffing über die Hookline bis zum mehrstimmigen Gesang im Refrain einfach alles.

„Hellbreaker“ schließt mit denselben Attributen an, kommt insgesamt sogar noch einen Tick martialischer daher. Die höhere Tonlage im Refrain sorgt für Abwechslung.

Auch das Rhythmus-orientierte „Souleater“ fräst ordentlich durch die Gehörgänge und wäre mit dem Chorus sicherlich eine echte Live-Granate. Eine richtig coole Nummer.

Ungewohnt für Iron Savior-Verhältnisse ist der Refrain im anschließenden „Welcome To The New World“, der weniger gesungen wird und im Prinzip nur aus Greeting Phrases besteht. Textlich lassen sich aus diesem Song davon abgesehen aber durchaus kritische Bezüge zum aktuellen Zeitgeschehen herauslesen.

Mit „There Can Be Only One“, „Silver Bullet“ und „Ode To The Brave“ haben Iron Savior noch weitere schnelle und eingängige Nummern am Start, die keinerlei Wünsche im Genre offenlassen – Power Metal vom Feinsten!

Einen auffälligen Gegensatz dazu bildet die Ballade „Ease Your Pain“, die diesmal allein von Bassist Jan S. Eckert gesungen wird. Der macht seine Sache ausgezeichnet und zeigt Iron Savior damit von einer seltenen emotionalen Seite.

Erst die Kritik, dann die Vorzüge des Albums

So ganz ohne Kritik kommt „Skycrest“ dann aber doch nicht über die Runden.

Iron Savior (Copyright: Thomas Sprenger)

Das seichte „End Of The Rainbow“ mit seinem leicht poppigen Refrain wird sicherlich nicht jedermanns Zuspruch finden. Und auch ein rockiger Song wie „Raise The Flag“ erweist sich letztendlich als entbehrlich. Doch dies kann den Gesamteindruck des Albums nur unwesentlich schmälern.

Denn Iron Savior zeigen auch nach zwölf Studioalben keinerlei Ermüdungserscheinungen.

„Skycrest“ überzeugt im Hinblick auf Songwriting und Eingängigkeit. Der Gesang von Mastermind Piet Sielckkraftvoll und unverwechselbar – ist nach wie vor eine wahre Freude. Die Produktion des Albums erweist sich abermals als vorbildlich. Zahlreiche Samples und Soundeffekte veredeln die einzelnen Tracks zusätzlich an passenden Stellen.

Fazit

Damit wirkt „Skycrest“ kraftvoll und eingängig – und gefällt in vielerlei Hinsicht. Iron Savior spielen unverblümten Power Metal mit sämtlichen für die Band typischen Trademarks. Von uns daher eine ganz klare Kaufempfehlung für alle Hörer dieses Genres.

Video

Tracklist

01 The Guardian
02 Skycrest
03 Our Time Has Come
04 Hellbreaker
05 Souleater
06 Welcome To The New World
07 There Can Be Only One
08 Silver Bullet
09 Raise The Flag
10 End Of The Rainbow
11 Ease Your Pain
12 Ode To The Brave

Details

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Label: AFM Records
Vö-Termin: 04.12.2020
Spielzeit: 56:27

Copyright Cover: AFM Records



Über den Autor

Conny
"Das Durchschnittliche gibt der Welt ihren Bestand, das Außergewöhnliche ihren Wert." - Oscar Wilde