Review

Das Goth-Rock Projekt Inception Of Eternity veröffentlicht mit „Into Darkness“ sein Debütalbum.

Mit Inception Of Eternity werden Einflüsse aus skandinavischem Symphonic Metal und deutschem Mittelalter-Rock zu einer interessanten Gothic Rock Mixtur vereint.

Quelle: darkSIGN-Records 

So die Presseinformation zur Band, dessen Kopf Thorsten Eligehausen ist. Dieser, u.a. bekannt durch seine bisherigen Aktivitäten mit Cradle of Haze, Eli van Pike oder Schandpfahl, holte drei weitere Musiker mit an Bord, die dem Erstlingswerk einen Feinschliff verpassen sollten; darunter Sänger Ken Pike, Gitarrist Marc Vanderberg (beide auch bei Eli van Pike tätig) und Sängerin SINtana.

All dies mündet nun in 13 Songs.

Die Songs

Das Intro „The Inception of Eternity“ macht den Anfang und lässt aufgrund seines Namens eine Art Bandhymne vermuten. Eine männliche Stimme spricht die Worte laut aus, die widerhallen; gefolgt von den Klängen einer Marschtrommel und Pauken. Das Ganze wird von stakkato gespielten Streichern begleitet. Eine Art Flöte liefert die Melodie dazu, welche von choralen Klängen und einer Glocke untermalt wird. Der Sound wirkt sehr mystisch und baut eine gewisse Spannung auf. Ab der Hälfte des Songs kommen dann Schlagzeug und E-Gitarre hinzu, die den Track doch recht hart erscheinen lassen.

„Ashes to Ashes“ ist hingegen sehr elektrolastig. Die Synthesizer werden mit harten Drumschlägen und Streichern kombiniert. Eine zunächst düstere Männerstimme vollführt die Gesangparts, während im Hintergrund erneut chorale Klänge zu hören sind. Sowohl der Text als auch die Melodie im Refrain sind sehr eingängig und die Gesangsstimme ist angenehm.

Anders in „Whatever You Want“. Der Song wird von akustischer Gitarre, Elektro-Sound und wilden Schlagzeugklängen begleitet, während zudem Streicher zu erahnen sind. Neben den gesungenen Parts präsentiert man zwischendurch Zeilen mit Sprechgesang. Allerdings ist die Gesangsstimme hier – wie erwähnt – nicht so überzeugend. In den zweistimmigen Passagen werden die Stimmen indes gut durchmischt, was das Hören angenehmer macht.

Ins Mittelalter entführt uns „Father“ mit seinen Pauken, der Akustikgitarre und den Streichern. Das Intro klingt wie ein mittelalterlicher Reigen mit seinen Flöten und Dudelsäcken. Man könnte vom Takt her auch einen Walzer vermuten.
Jener Track bildet – als Akustikversion – auch den Abschluss des Albums und lässt ein letztes Mal mittelalterliche Klänge vernehmen.

Die eingangs genannten Gastmusiker, Sängerin SINtana und Gitarrist Marc Vanderberg, kommen schließlich in den Songs „Children from Hell“ und „Beyond Sunrise“ zum Zug.
„Children from Hell“, getragen von dem Wechselspiel aus männlichem und SINtanas weiblichem Gesang, erfährt ein Intro durch Klavier, Streicher und Schlagzeug.
Elektronische verzerrte Klänge prägen dagegen den Song „Beyond Sunrise“. Hinzu kommen Vanderbergs ausgeprägte Gitarrenparts, welche mit einem Minimum an Drum-Sound untermalt werden. Immer wieder werden dem Track neue Elemente, wie etwa eine Orgel, hinzugefügt. Davon abgesehen bleibt der Titel aber rein instrumental.

Etwas düster klingt „Obsession“ mit seinen tiefen Gitarrenriffs und dem diffusen Elektrosound. Im Refrain klart dieses Soundgebilde dann etwas auf, um von Streichern und Chor-Sound abgelöst zu werden. Prägnant sind bei diesem Titel die Drum-Parts.

Ein doch recht minimalistischer Song ist „Lies“. Hier hat man aber wiederum, wie schon in „Lust for Life“ oder „Bright Lights“ zuvor, das Gefühl, dass die Sprechparts überwiegen – trotz der doch teilweise guten Gesangparts im Refrain. Die Instrumentierung reduziert sich bei diesem Track auf Drums und leise Streicher im Hintergrund.

Fazit

Der Sprechgesang ist und bleibt auch mit dem Song „My Mortality“ ein kontroverses Thema auf „Into Darkness“. Er wird definitiv polarisieren. Nichtsdestotrotz wird das Album von Inception Of Eternity in der Gothic-Szene und bei Genre-Fans sicherlich Anklang finden. Vor allem die unterschiedliche Instrumentierung und das Einsetzten verschiedener Stilelemente macht das Debüt abwechslungsreich und nicht vorhersehbar. Positiv sticht zudem die Stimme von Sängerin SINtana heraus.

Video

Tracklist

01 The Inception of Eternity (Intro)
02 Ashes to Ashes
03 Whatever You Want
04 Father
05 Children from Hell (feat. SINtana)
06 Obsession
07 Beyond Sunrise (feat. Marc Vanderberg)
08 Lust for Life
09 Bright Lights
10 I Don’t Care
11 Lies
12 My Mortality
13 Father (Acoustic)

Details

Inception Of Eternity – Facebook

Label: DarkSIGN-Records
Vö-Termin: 21.08.2020
Spielzeit: 46:19

Copyright Cover: DarkSIGN-Records



Über den Autor

Selina
Carpe Noctem