Review

Inspiriert von The Cure, Hüsker Dü und Big Black zeigen Imposition Man mit ihrem selbstbetitelten Debütalbum, dass Musik immer noch wunderbar klingt, wenn sie nicht zigfach gefiltert wird.

(Post) Punk im Stil der 80er

Impostion Man inszenieren ihre Songs mit relativ wenig Text, dafür aber musikalisch so, dass der Hörer prompt den Wunsch hat, sich bewegen zu wollen – wie es der Opener „Fill a Void“ schon aufzeigt.

Gegenüber vielen anderen Post Punk Bands können Imposition Man auch stimmlich punkten. Das beweisen Tracks wie „Plate“, „Sysi“ und „Glittering Joy“ in vollen Zügen.

Auch findet man wenig Instrumentalstücke im Punk-Genre, doch auf „Impositon Man“ sind gleich drei davon vertreten. Crawler I“, „Crawler II“ sowie „Scupper“ warten dabei mit einem derart musikalisch hohen Niveau auf, dass es eine Freude ist, in ihnen einzutauchen.

Imposition Man (Copyright: Eva Sanglante)

Ein absolutes Highlight stellt außerdem der Titel „No Exile“ dar, der durch das Zusammenspiel von Musik, Stimme und Text auf ganzer Linie brilliert.

Nicht nur stilistisch bewegen sich Imposition Man in den 80er Jahren, auch soundtechnisch passt man sich der vergangenen Ära an, indem das Album mit einem in die Jahre gekommenen Mehrspur-Kassettendeck aufgenommen wurde. Dies macht sich natürlich in der Qualität der Aufnahmen bemerkbar und könnte bei Liebhabern heutiger verfügbarer Technik nicht gut ankommen.

Fazit

Authentisch wirkt der Sound allemal und so sollten vor allem Post Punk Fans der ersten Stunde hier definitiv ein Ohr riskieren.

Video

Tracklist

01 Fill a Void
02 No Exile
03 Scupper
04 Plate
05 Crawler I
06 Glittering Joy
07 Sysi
08 Crawler II
09 Promise of Salvation

Details

Label: Cut Surface
Veröffentlichung: 10.05.2019
Spielzeit: 15:04

Copyright Cover: Cut Surface



Über den Autor

Jasmin
Jasmin
Musik ist Balsam für meine Seele