Review

Knapp zwei Jahre nach Veröffentlichung ihrer selbstbetitelten EP meldet sich die Kölner Band Holygram mit ihrem Debütalbum „Modern Cults“ musikalisch wieder zu Wort. Und passender hätte das Quintett ihren Silberling nicht benennen können.

Moderne Elemente zum 80er Jahre Kult-Klang

Denn auf „Modern Cults“ treffen moderne Elemente auf 80er Jahre Kult-Klang.
Dabei versuchen Holygram nicht, wie andere Bands des Genres zu klingen. Vielmehr überzeugen sie mit ihrem ganz eigenen Stil auf ganzer Linie.

Modern Cults“ spiegelt indes den klassischen 80er Sound mit modernen Elementen aus dem New Wave, Postpunk, Krautrock und Shoegaze wider. Dies ist insbesondere in Songs wie A Faction“, „Distant Light“, „She’s Like The Sun“, „Signals“ und dem Titelsong Modern Cults“ zu hören.

Genialität durch markante Songs

Sehr positiv aus dem Rahmen fallen hingegen Songs wie „Still There“ und „Odd Neighbourhood“, welche trotz ihrer Melancholie durchaus eine Clubtauglichkeit besitzen.

Sie sowie die eher skurril klingenden Tracks „Dead Channel Skies“ und „Hideaway“. stellen genau solche markanten Songs dar, die die Genialität der Band ausmachen und unterstreichen.

Einen ruhigen Abschluss findet „Modern Cults“ schließlich durch die Ballade „1997“. Ein wunderbar harmonisches Stück Musik.

Die Bonus-CD

Holygram (Copyright: Yves Christelsohn)

Nach den elf Songs von „Modern Cults“ ist dann aber noch nicht Schluss, denn Holygram veröffentlichen ihr Erstwerk als Doppelalbum.

Die Bonus-CD umfasst diverse Remixversionen, doch so ganz will das musikalische Geschehen hier nicht überzeugen. Abgesehen vom Track „Daria“ als Ash Code Remix können die restlichen Titel die Intensität, welche die Holygram-Songs ausmacht, nicht an die Hörer transportieren.

Wie es bei Remixen des Öfteren der Fall ist, wird es auch hier eine Frage des persönlichen Geschmacks sein, wie die elf Fassungen beim einzelnen Konsumenten ankommen werden.

Fazit

Davon abgesehen ist „Modern Cults“ jedoch ein Album, welches dringend empfohlen gehört.

Die Qualität dieser Band haben OMD auf ihrer Tour 2017 bereits ebenso erkannt wie auch VNV Nation. Jene engagierten sie direkt als Support für ihre derzeitige Amerika- und Europa-Tournee.

Video

Tracklist

CD 01:
01 Into The Void
02 Modern Cults
03 A Faction
04 Signals
05 Dead Channel Skies
06 Hideaway
07 Still There
08 Odd Neighbourhood
09 She’s Like The Sun
10 Distant Light
11 1997

CD 02 (Bonus-CD):
01 Signals (Chris Knipp Remix)
02 Modern Cults (Blind Delon Remix)
03 She’s Like The Sun (The Foreign Resort Remix)
04 Distant Light (Dawn Amer – Verheissung Mix)
05 Daria (Ash Code Remix)
06 Signals (TRAITRS – Mould In The Mother Remix)
07 A Faction (Ouche’ne Remix)
08 Hideaway (Dreamed by Box And The Twins)
09 Odd Neighbourhood (Tobias S Remix)
10 Still There (Wires & Lights Remix)
11 Acceleration (Seasurfer Remix)

Details

Holygram – Homepage
Holygram – Facebook

Label: Oblivion / SPV / Cleopatra Records
Vö-Termin: 09.11.2018
Spielzeit: 1:46:40

Copyright Cover: Oblivion / SPV / Cleopatra Records



Über den Autor

Jasmin
Jasmin
Musik ist Balsam für meine Seele