Review

Zwar nicht mehr so ikonisch klingend wie noch vor Jahren, dafür aber ihrer Linie treu bleibend, erschien 2015 das Album „Infernus“. Nun bringt Erik Rutan seine Brutal Death Metal Truppe Hate Eternal mit dem neuen Werk „Upon Desolate Sands“ wieder zurück auf den Markt.

Hate Eternal-typisch

Direkt muss man an ihre extreme und schnelle Spielart denken, und diesbezüglich enttäuscht auch der Opener „The Violent Fury“ nicht. Das Stück beginnt wie ein klassischer Hate Eternal-Track; einen kurzen Einstieg und einen anschließenden derben Groove inklusive. Doch auch auf das Fehlen interessanter Riffs muss der Hörer hier leider nicht verzichten; eine Krankheit, an der die Band schon seit Längerem zu leiden scheint. Ein kleines Trostpflaster: Der Mittelteil des Songs weiß wieder zu gefallen, da dieser atmosphärisch daherkommt.

Auch im Folgenden bleibt es Hate Eternal-typisch. So hätte ein Titel wie „What Lies Beyond“ auch auf „I, Monarch“ seinen Platz finden können.

Im Ohr bleibt schließlich noch „Nothingness Of Being“ durch seinen schweren Groove, der den Song einleitet und sich gekonnt weiter durch den Track durchzieht. Allerdings fehlt auch hier die Raffinesse im Songwriting. Die Tracks klingen solide, aber Aha-Momente bleiben aus. Diesbezüglich bleibt „Upon Desolate Sands“ insgesamt hinter den Erwartungen zurück. 

Hate Eternal (Copyright: Alex Morgan)

Diesen Eindruck kann auch Hannes Grossmann nicht verhindern, der auf dem Album die Drums übernimmt. Obwohl er seinen Job im Hate Eternal-Kosmos grandios meistert, kann sein Spiel die hohen Erwartungen ebenfalls nicht ganz erfüllen.

Auf ganzer Linie punkten Hate Eternal dann aber mit ihrem Sound, der – wie immer – ziemlich niederwalzend ausfällt und gerade im letzten Track „For Whom We Have Lost“ richtig gut zur Geltung kommt. Damit die Details der Songs prinzipiell nicht verloren gehen, empfiehlt es sich, das Album mit Kopfhörern zu hören.

Was bleibt am Ende?

Nicht sehr viel. „Upon Desolate Sands“ fühlt sich insgesamt zu überholt, belanglos und weitgehend uninteressant an. Es gilt die Devise: „Just more of the same“.

Fans der Band werden dennoch Gefallen daran finden, die gewohnte Schnelligkeit der Truppe ist ebenfalls vorhanden, mehr darf man aber nicht erwarten.

Video

Tracklist

01 The Violent Fury
02 What Lies Beyond
03 Vengeance Striketh
04 Nothingness Of Being
05 All Hope Destroyed
06 Portal Of Myriad
07 Dark Age Of Ruin
08 Upon Desolate Sands
09 For Whom We Have Lost

Details

Hate Eternal – Homepage | Hate Eternal – Facebook | Hate Eternal – Twitter

Label: Season of Mist
Vö-Termin: 26.10.2018
Spielzeit: 39:01

Copyright Cover: Season of Mist



Über den Autor

Marcus
Marcus