Review

Pop-Musik mit einer Spur Melancholie präsentiert Hardtbeat auf seinem Debütalbum „The early years“.

Abwechslungsreich und experimentell

Dabei bedient er sich an einem Mix aus Pop, Country, Jazz und von Akustikgitarren getragener Lagerfeuerromantik, was zeigt, dass sich der Musiker weder in Schubladen stecken lassen möchte noch vor Genregrenzen Halt macht.

Lars aka Hardtbeat versucht in seinen Songs zudem deren textliche Bedeutung auch musikalisch darzustellen. Das kommt teilweise sehr verspielt beim Hörer an, wie es das stimmlich sehr gut performte Stück „Stormy Island“ oder das äußerst experimentell geratene „Little love song“ zeigen.

In den Songs „Cowboy“ und „Out in the Fields“ vernimmt der Hörer hingegen deutliche Country-Elemente. Letztgenannter Titel bildet durch die fantastische weibliche Stimme ein Highlight des Albums.

Ungewöhnlich wird es dann in dem Titel „Venezia“. Hier kombiniert der Musiker Jazz und Pop, was die Hörgewohnheiten der Konsumenten mitunter ein wenig auf die Probe stellt.

Leider erweisen sich das auf „The early years“ enthaltene „Intro“ und „Outro“ als entbehrlich. Obschon damit ein Rahmen für das Album geschaffen wird, erzielen die Tracks nicht die gewünschte Wirkung, die ihnen normalerweise als Einleitung und Schluss zu eigen ist. Die darin zu hörenden musikalischen Elemente finden sich darüber hinaus in den übrigen Songs des Albums wieder, sodass sich genannte Tracks auch in dieser Hinsicht erübrigen.

Hardtbeat (Copyright: Hardtbeat)

Fazit

Alles in allem ist „The early years“ ein gut gemachtes Album, das den Hörern durch die teilweise sehr verspielte und experimentelle Art der Songs jedoch einen Zugang stellenweise erschwert.

Stimmlich zeigt das Album sehr viele verschiedene Facetten auf, aber auch das wird wohl nicht jedermanns Geschmack treffen.

Die Vielfältigkeit der eingesetzten Elemente macht „The early years“ allerdings zu etwas Besonderem, sodass insbesondere Freunde von ungewohnten Klängen hier ein Ohr riskieren sollten.

Video

Tracklist

01 Intro
02 Cowboy
03 Strange Days
04 Out in the Fields
05 Venezia
06 Stormy Islands
07 La Nuit de la glisse
08 Little love song
09 080214
10 I wanne be a human
11 Outro

Details

Label: RGK – Rat für gegenseitige Kulturhilfe / BelieveDigital
VÖ-Termin: 05.04.2019
Spielzeit: 34:23

Copyright Cover: RGK



Über den Autor

Jasmin
Jasmin
Musik ist Balsam für meine Seele