Review

Seit 2015 spielen die Kölner Musiker von Haggefugg nun schon zusammen. 2016 erschien ihr Debütalbum „Metgefühl“. Nun folgt der nächste Streich namens „Fass zum Teufel“.

Was darauf stilistisch zu erwarten ist, beschreibt das Sextett selbst wie folgt:

Haggefugg […] spielen „Prost-Mittelalter-Party-Rock“. Eine schelmisch zu verstehende Hommage der sechs Musiker an den klassischen Mittelalter-Rock. Mit Dudelsäcken, Schalmeien und Rockbesetzung, kracht es ordentlich, während eigene und alt hergebrachte Melodien geschickt verpackt oder aktuelle Thematiken pointiert wiedergegeben werden.

Fachmännische Hilfe hatte die Band dabei von Thomas Heimann-Trosien, welcher auch schon mit Schandmaul und D’Artagnan Alben produziert hat.

Die Tracks

Thematisch handelt das Album von der Beziehung zwischen einem Spielmann, Gott und dem Teufel. Und so heißt der erste Track des Silberlings passenderweise „Gott und der Spielmann I: Das Dudelphon“. Dieser Titel bietet eine kleine Einleitung in das Album.

Zum sich anschließenden Track „Katzenjammer“ wurde bereits ein Musikvideo veröffentlicht. Mit Dudelsack und rockigem Sound geht der Track schnell ins Ohr. Der Spielmann schließt hierin einen Pakt mit dem Teufel, doch statt einer „scharfen Mieze“ bekommt er Nacht für Nacht einen Kater vom vielen Alkohol.

Um Alkohol geht es auch im Song „Sang, Weib und Wein“, dem eine Trommel zwischendurch einen marschartigen Rhythmus verpasst.
Einen kleinen Marsch hält auch „Der Spielmann und die Losung“ gegen Ende durch seine Trommel bereit. In diesem eher ruhigen Track werden die mittelalterlichen Instrumente sehr schön in Szene gesetzt.

Nach dem Liebeslied „Auf den ersten Blick“, dessen Melodie schnell ins Ohr geht, folgt „Fluch und Segen“, der deutlich rockiger als die bisherigen Tracks ausfällt. Die Hauptaussage des Songs: „Feiert euch und euer Leben!“.
Ähnlich geartet ist „Tanz mit dem Teufel“ – und lädt dadurch unweigerlich zum Headbangen ein.

Haggefugg (Copyright: Haggefugg)

Einen Bogen zum Eröffnungstrack zieht „Gott und der Spielmann II: Die Weltmusik“ als kurzer Titel mit einer kleinen Erzählung.

Ruhig geht es anfangs auch in „Kerbenschlag“ zu. Das Tempo nimmt während des Songs jedoch an Fahrt auf und zuweilen wird hier im Duett gesungen.
Ein Track zum Tanzen ist hingegen „Tandaradei“.

Nachdem Haggefugg in „Sternenjäger“ noch einmal alles geben, schließt das Album mit einer kurzen Erzählung über den Spielmann in „Gott und der Spielmann III: Der Höllenton“. Eine Melodie mit Dudelsack und Trommeln erklingt und man hört den Teufel lachen.

Fazit

Haggefugg machen ihrem „Prost-Mittelalter-Party-Rock“ alle Ehre. Die Tracks sind allesamt sehr kurzweilig und es macht Spaß, sich diese anzuhören. Es fehlt allerdings an richtigen Krachern. Live werden die Songs jedoch bestimmt vom Publikum ausnahmslos gefeiert werden.

Video

Tracklist

01 Gott und der Spielmann I: Das Dudelphon
02 Katzenjammer
03 Sang, Weib und Wein
04 Auf den ersten Blick
05 Fluch und Segen
06 Gott und der Spielmann II: Die Weltmusik
07 Der Spielmann und die Losung
08 Brennende Welt
09 Tandaradei
10 Tanz mit dem Teufel
11 Kerbenschlag
12 Sternenjäger
13 Gott und der Spielmann III: Der Höllenton

Details

Haggefugg-Homepage
Haggefugg-Facebook

Label: Eigenproduktion
Vö-Termin: 25.01.2019
Spielzeit: 39:21

Copyright Cover: Haggefugg



Über den Autor

Selina
Selina
Carpe Noctem