Review

Die Goldenen Jahre sind vorbei! Nicht für Godsground, denn da fangen sie erst an, denn nach ihre EP „Mosquitoes“ bringen die Southern Jungs aus München mit „The Golden Age“ ihren Longplayer an den Start und servieren abermals ordentlichen Southern Stoner-Rock.

Godsground lassen es auf „The Golden Age“ ziemlich krachen. „Hunted Man“ darf nicht nur als erster Song, sondern auch als Hymne wahrgenommen werden. Er bleibt sofort im Ohr, was zum einen am guten Riffing und zum anderen am eingängigen Gesang inkl. Text liegt.

Klar geht es um Prollo-Themen, sodass mir die „Bitch“ gestohlen bleiben kann oder aber der männliche Mann gepflegt werden muss. Klingt albern, passt aber gut zum musikalischen Background der Truppe.

Der eine oder andere würde sich eventuell über einen etwas drückenden Sound aufregen, aber auch hier kommt die Southern-Note durch einen präsenten Bass richtig gut rüber und macht Spaß.
Rein instrumental muss man aber keine Glanzleistung erwarten. Es bleibt recht einfach, zieht den Hörer dafür aber relativ schnell mit. Hier und da ein paar Effekte und Pausen, die die Tracks etwas interessanter machen, können ebenfalls bestaunt werden.

Leider kränkelt „The Golden Age“ etwas an einer Antriebslosigkeit in der Mitte der Scheibe. Die Vorgänger-EP hatte da mehr Saft. Gleiches gilt leider für Frontmann Thomas, der stellenweise etwas dünn und schief klingt. Nicht so, dass man es nicht hören könnte, aber manchmal zerhaut dies die Tracks.

Godsground (Copyright: Godsground)

Kommen wir aber zum Positiven: Das wären einerseits der Titeltrack und andererseits der Song „Black Roses“.
Besagter „Schwarze Rosen“-Song bringt viel Led Zep-Vibe mit auf die Scheibe und kann bedenkenlos genossen werden. Hier haben die Jungs wirklich ein Glanzstück zusammengebastelt.
Mit „Golden Ages“ gehen Godsground dann etwas mehr in die Hardrock/Metal-Richtung, klingen daher schon etwas anders als auf dem Rest des Albums und wirken damit ziemlich fesselnd. Zudem wird es auch ein wenig progressiver, was der Band auf ihrer EP schon sehr gut stand. Hier ist außerdem die Power versteckt, die in den anderen Stücken fehlt.

Godsground sind eine richtig dufte Truppe. Ihren lässigen „Murika-Rock“ hört man in der Form sonst selten, was allein schon für die Band spricht. Leider setzen sie das Konzept auf ihrem Album nicht so gut um, wie auf der EP. Soundtechnisch können die Jungs dennoch überzeugen und hier und da finden sich ein paar gute Tracks. Fans der EP könnten etwas enttäuscht sein, daher vielleicht erst einmal die Songbeispiele anhören.

Video

Trackliste

01 Hunted Man
02 Bitch
03 Nashville
04 Lies
05 Black Roses
06 Golden Ages
07 Deeds of a Drunken Boy

Details

Godsground – Homepage
Godsground – Facebook
Godsground – Twitter

Label: self-released
Vö-Termin: 01.10.2016
Spielzeit: 42:11

Copyright Cover: Godsground



Über den Autor

Marcus
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