Review

Allein der Bandname ist bereits eine Kampfansage. Fuck You And Die veröffentlichen mit „Elements Of Instability“ ihre Antwort für all jene, die was gegen sie haben.

Ziel ist es nicht, auf äußere Einflüsse zu achten. Die Band macht, was ihr gefällt und das strahlt sie auch nach außen aus.
Seit einigen Jahren ist ein ziemlicher Hype um die Jungs ausgebrochen. Ob es sich um einen aufstrebenden Stern am deutschen Death Metal Himmel handelt?

Zu allererst fühlt man sich sofort an Bands wie Necrophagist, Obscura und etwas Origin erinnert.

Die Stimme von Roman ist gewohnt guttural; sehr aggressiv und stark. Passt also schon mal zum Konzept.
Die Saitenfraktion kann mit allerlei technischem Gefrickel und Arpeggien auftrumpfen.
Mit Tobias hat die Band einen pfeilschnellen und fähigen Metal-Drummer am Start, der nicht zuletzt mit seinem Instrumental-Projekt Mind Over Matter für Aufsehen gesorgt hat.

Der Einstieg auf „Elements Of Instability“ ist ziemlich kurz und knackig. „Security Through Obscurity“ ist ein Song mit viel Atmosphäre und klassischer Death Metal Kost. Recht trocken produziert kann er aber durch die Vielfalt überzeugen.

„Retrogression“ ist ein ziemlich cooler Song. Er sticht etwas heraus, da er ziemlich ruhig beginnt. Langsame Gitarrentöne erklingen, das Schlagzeug arbeitet mit den Toms, um nach dem anfänglichen Blastbeat etwas Kontrastprogramm zu bieten. Es wirkt eher wie ein Song-Intro. Kurz darauf geht es dann aber auch los mit der Death Metal Walze. Dennoch bleibt der Song über die ganze Länge eher ruhig, anstatt nur zu bolzen, was man sehr befürworten kann, da das ganze Album ziemlich viel bolzt. Zum Ende hin folgt dann noch ein atmosphärischer Black Metal Part der alten Schule und dann ist Schluss.

Mehr davon, denn leider kommt „Elements Of Instability “ etwas eintönig daher und lässt nicht viel Platz für Variationen. Die „give a fuck“-Attitüde möchte nicht so recht greifen.
Potenzial hätten alle Beteiligten auf jeden Fall nur spielen sie es nicht immer aus.

Fuck You And Die (Copyright: FYAD)

Fuck You And Die (Copyright: FYAD)

Black Metal können die Jungs auch. Hier kommt wahrscheinlich der Einfluss der zweiten Band von Tobias, Giuliano und Sascha zum Tragen, denn Der Weg einer Freiheit bedient sehr stark den Black Metal Bereich. „Roar, Alley And Alter“ ist hierfür ein gutes Beispiel. Viel Leid, Blastbeats und durchgeschremmelte Powercords. Roman keift sich die Seele aus dem Leib. Etwas Feines für Black Metal Fans.

Auf der Scheibe passiert eben ziemlich viel. Nach nur 1-2 Durchläufen kann man nicht alles erfassen. Die Songstrukturen sind schön abwechslungsreich und ab und an bleibt auch ein catchy Riff hängen.
Der Schritt zu einer trockenen Produktion ist gewagt aber konsequent. Viele Bands schwören auf eine fette Produktion, in der die Doublebass alles überrennen muss und die Breakdowns nur so krachen. Fuck You And Die gehen einen anderen Weg und brennen das auf CD, was sie selber mögen.

Fazit: Ein durch und durch solides Album präsentieren uns die Jungs aus dem Schwarzwald. „Elements Of Instability“ ist eine moderne Scheibe, die für Fans des Brutal Death, Black Metal und allen voran Technical Death Metal ein Muss ist.
Etwas mehr Raffinesse sucht man leider vergebens. Ab und an ein guter Ansatz, bricht der Rohling nicht aus sich raus und schaut über den Tellerrand, so wie es wünschenswert wäre.
Romans Jungs sind trotzdem cool, einfach eine gute Truppe, die es zu supporten gilt. Solch ein hoher Standard aus Deutschland kommt nicht oft vor und gehört gelobt.

Video

Tracklist

01 Security Through Obscurity
02 Natural Death
03 The Bitter, Not The Better
04 Roar, Allay And Alter
05 Retrogression
06 State Of Anxiety
07 Self Inflicted Suffocation
08 Bury Them By The Rivers
09 Habitus Metus
10 Elements Of Instability

Details

Fuck You And Die – Homepage
Fuck You And Die – Facebook

Label: Astat Entertainment
Vö-Termin: 28.08.2014
Spielzeit: 35:34

Copyright Cover: Astat Entertainment



Über den Autor

Marcus
Marcus