Review

Four By Fate – eine Supergroup, bestehend aus Tod Howarth (Cheap Trick, Freshley’s Comet), John Regan (John Waite, Freshley’s Comet), Rob Affuso (Skid Row), Patrick James (Pound, Flywheel) und erweitert um einige renommierte Gastmusiker, veröffentlicht mit „Relentless“ ihr Debütalbum.

Bereits mit dem Opener „These Times Are Hard For Lovers“ legen die erfahrenen Mannen eingängig und überzeugend vor, doch nach der Single „Moonshine“ und mit den darauf folgenden Titeln kristallisiert sich immer mehr heraus, dass Four By Fate ihr Pulver schon gleich zu Beginn verschossen zu haben scheinen. Dadurch verliert der Hörer schnell das Attribut „super“ aus den Augen und zurück bleibt lediglich eine „group“, die auf „Rentless“ zwar all das zusammenträgt, was die einzelnen Musiker an Erfahrungen und Können über die Jahre angesammelt haben, dies im Endergebnis aber nur bedingt an die Hörer transportieren können. Die Aufmerksamkeit des Konsumenten geht verloren, die Spannungen der Titel ebenso und auch an Eingängigkeit und Nachhaltigkeit fehlt es den meisten der zehn Songs.

Handwerklich gibt es am Tun von Four By Fate nichts auszusetzen, doch lediglich die nostalgischen Sounds holen auch jene Hörer ab, die sich nicht als eingefleischte Fans der Truppenmitglieder sehen, dafür aber ein Herz für den bluesigen Hard ’n Heavy Rock der 80er Jahre haben.

Seltsam muten in vorliegender Version die Songenden an, die teils wie abgeschnitten wirken und abrupt das musikalische Geschehen unterbrechen. Ob dies lediglich auf der Promoversion des Albums der Fall ist oder ob dieses Vorgehen zudem auf der Kaufversion anzutreffen ist, bleibt an dieser Stelle ungeklärt. Sollten diese finalen Interruptionen (u.a. zu hören im Opener, in „Hangin‘ On“ oder auch in „On My Own“) jedoch tatsächlich gewollt sein, verfehlen sie komplett ihre Intentionen. Vielmehr erscheinen die betroffenen Titel unvollendet und der Hörfluss wird gestört.

Four By Fate (Copyright: Tracy Ketcher)

Four By Fate (Copyright: Tracy Ketcher)

„Relentless“ rutscht alles in allem nach einem starken Anfang schnell in den Bereich der Hintergrundbeschallung, ein Phänomen, das von einer Supergroup eigentlich nicht zu erwarten gewesen wäre. Viel bleibt somit nicht vom Debütalbum hängen, zu dem man sich u.a. AJ Pero (ex-Twisted Sister) für die Drums einiger Songs mit ins Boot geholt hat. Sein Tod 2015 lässt „Relentless“ damit zu einer kleinen Rarität werden, handelt es sich doch bei dem Album um die vermutlich letzten Aufnahmen des Schlagzeugers.
Dies und eine vielversprechende Eröffnung des Albums sprechen für den Kauf des Werks, das darüber hinaus die hohen Erwartungen jedoch nicht erfüllen kann.

Video

Tracklist

01 These Times Are Hard For Lovers
02 Moonshine
03 Hangin‘ On
04 Levee Breach
05 It’s Over Now
06 Follow Me
07 On My Own
08 I Give
09 Don’t Know
10 Rock And Roll Hoochie Koo

Details

Four By Fate – Homepage
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Four By Fate – Twitter

Label: Amazing Record Co. / Soulfood
Vö-Termin: 03.06.2016
Spielzeit: 39:52

Copyright Cover: Amazing Record Co.



Über den Autor

Conny
"Das Durchschnittliche gibt der Welt ihren Bestand, das Außergewöhnliche ihren Wert." - Oscar Wilde