Review

Fleshgod Apocalypse sind nach „King“ mit ihrem neuen Werk „Veleno“ zurück.

Für dieses Album durfte es bei der Technical Death Metal Band um Francesco Paoli etwas spontaner zugehen. Ob das eine gute Entscheidung war, klären wir nun.

Die Songs

Mit „Fury“ verlieren Fleshgod Apocalypse gar nicht viel Zeit, um ihre Muskeln spielen zu lassen. Die Brutal Death Metal Komponente zeigt sich dabei weitaus präsenter als auf den letzten Alben, sodass dieses Mal deutlich stärkere Assoziationen zu Hour of Penance geweckt werden. Natürlich darf sich auch über die klassischen orchestralen Einflüsse gefreut werden, doch diese sind überraschend dezent ausgefallen. Richtig gut kommt hingegen der Chor-Anteil zur Songmitte zum Ausdruck.

Auch Folgesong „Carnivorous Lamb“ geht durch die Decke. Hier bleibt wenig vom Orchester-Feuerwerk über, vielmehr trifft den Hörer erneut die Hour of Penance-Keule. Blasts gegeben sich mit Doublebass-Gewittern die Ehre und insbesondere der Refrain bleibt ziemlich gut im Ohr. Eine zwingende Hörempfehlung; nicht zuletzt durch den grandiosen Groovepart.

Mit dem bisher Gehörten kann der Song „Sugar“ dann leider nicht mithalten und verpasst Album wie Hörern einen kleinen Dämpfer.
In die gleiche Kerbe schlägt auch „Worship And Forget“. Obwohl der Track eigentlich nicht schlecht ist, wirken die uninspirierten Riffs dermaßen störend, dass man des Songs relativ schnell überdrüssig ist. Einzig gut ist hier der Filmmusik-Charakter, den „Worship And Forget“ mit sich bringt.

Als absolutes Highlight des Albums muss man schließlich noch Embrace The Oblivion“ nennen. In diesem Titel kommt das ganze Können der Band zum Vorschein. Nachdem das Intro schon sehr einladend wirkt, brilliert insbesondere der anschließende Thrash-/Groove-Part. Der Track ist tight und der Hörer wird nicht von einer Soundwand erschlagen. In puncto orchestraler Ausschmückung tritt man hier etwas aufs Bremspedal, um langatmigen Atmo-Parts mehr Raum zu geben. 

Insgesamt positiv fällt auf „Veleno“ zudem der Drum-Sound auf. Vor allem die Doublebass-Attacken überzeugen.

 Kritik

Fleshgod Apocalypse (Copyright: Dave Tavanti)

Kritisieren könnte man – je nach persönlichem Geschmack – die teils uninspirierten Drumrolls (wie in „Worship And Forget“) oder aber ein nerviges Klavierspiel, was hier und da fehl am Platz wirkt.

Auch der Abschluss des Albums, das kurze Instrumentalstück „Veleno“, erweist sich nicht als beste Wahl für das Finale von diesem Epos.

Des Weiteren wünscht man sich mitunter etwas mehr Druck bei solch einer Band.

Fazit

An sich ist „Veleno“ ein gutes Album, jedoch fehlen die Highlights in Form von heftigen Technical Death Parts, die die Band einst ausgemacht haben. Nach „King“ ein wenig unbefriedigend.

Video

Trackliste

01 Fury
02 Carnivorous Lamb
03 Sugar
04 The Praying Mantis‘ Strategy
05 Monnalisa
06 Worship And Forget
07 Absinthe
08 Pissing On The Score
09 The Day We’ll Be Gone
10 Embrace The Oblivion
11 Veleno

Details

Fleshgod Apocalypse – Homepage | Fleshgod Apocalyspe – Facebook
Fleshgod Apocalyspe – Twitter

Label: Nuclear Blast
Vö-Termin: 24.05.2019
Spielzeit: 51:39

Copyright Cover: Nuclear Blast



Über den Autor

Marcus
Marcus