Review

Die norwegischen Death Metaller von Execration schmeißen mit „Cosmic Mausoleum“ ein schön rotziges Old School Album auf den Markt. Aktiv seit 2007 bahnen sie sich ihren Weg durch die Death Metal Szene und nehmen dabei auch Musikstile wie Heavy Metal, Black Metal oder Doom Metal mit.

Atmosphäre schreiben die Mannen ebenfalls sehr groß. „Ritual Hypnosis“ versetzt den Hörer in einen Trancezustand und zeigt sich eher im doomigen Old School Black Metal Gewand.

Execration lassen sich viel Zeit in den Songs und Platz bzw. Raum für Klanglandschaften. „Doppelgangers“ ist hierfür ein klasse Beispiel. Zum Ende hin erinnert es stark an Ulcerate. Wenig dissonante Gitarrentöne über einem Blastbeat und die Stimmung ist erzeugt. Herrlich!

Die Produktion ist leider etwas zu kurz gekommen. Zum einen kommt keine Kraft rüber, da die Scheibe dermaßen flach produziert ist, dass man sie auf einen Toast legen möchte, zum anderen ist sie doch etwas untight, sodass manche Parts einfach in einem Wirbel an Toms untergehen und darüber schrille Gitarren erklingen. Die Scheibe erhält dadurch ihren ganz eigenen Charme, aber einen kleinen Dämpfer verpasst es dem Ganzen trotzdem.

Dennoch ist in jedem Song die richtige Menge Headbanger Potenzial enthalten, ebenso auch der Grad an Experimentierfreudigkeit. Damit beweisen Execration, dass doch mehr in ihnen steckt und stellenweise wird man intensiv in ihren Bann gezogen.

Execration (Copyright: Carsten Aniksdal)

Execration (Copyright: Carsten Aniksdal)

In „Ancient Tongue“ vereinen sie diese Klanglandschaften richtig gut mit ihren Metaleinflüssen. Für mich eindeutig der stärkste Song auf der Platte. Da kommt die rotzige Produktion zum Beispiel auch sehr gut rüber und verleiht dem Machwerk eine eigene Note.

Gesanglich erinnert „Morbid Dimensions“ stark an Vader. Fies, gemein und einfach nur hässlich. Screams untermalen die so oder so düstere Stimmung der gesamten Platte. Mehr Raffinesse ist gar nicht nötig, denn der Gesang passt buchstäblich wie der Deckel auf den Topf.

Fazit: Execration machen ihre Sache richtig gut. Viel Atmosphäre, viel Old School Death sowie Black Metal. Ich bin sonst gar kein Fan davon, aber hier wirkt es zusammen mit den doomigen Songstrukturen wie aus einem Guss.
Die Produktion ist recht flach gehalten, wodurch die Wucht und Energie fehlt.
Potenzial haben die Jungs definitiv, denn „Morbid Dimensions“ ist ein wirklich gutes Album geworden. Man kann gespannt auf die nächsten Jahre dieser Band schauen. Wo werden sie sich hin entwickeln?

Video

Tracklist

01 Cosmic Mausoleum
02 Ritual Hypnosis
03 Doppelgangers
04 Morbid Dimensions
05 Tribulation Shackles
06 Vestiges
07 Ancient Tongue
08 Miasmal Sabbath
09 Funreal Procession

Details

Execration – Homepage
Execration – Facebook

Label: Duplicate Records
Vö-Termin: 00.09.2014
Spielzeit: 60:27

Copyright Cover: Duplicate Records



Über den Autor

Marcus
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