Review

Mit ihren Vorabsingles „Wir sind Midgard“, „Im Namen der Krähe“ (feat. Robert Dahn von Equilibrium) und „Wölfe der Nacht“ (feat. Chris Pohl) haben Erdling ihr viertes Album „Yggdrasil“ eingeläutet.

Mit den darauf verewigten elf Tracks zeigen Neill, Neno, Rob und Chris zu Beginn des neuen Jahres ihr härteres Gesicht.

Die Songs

Nach dem Intro „Hell“ wird „Yggdrasil“ mit den harten Klängen von „Blizzard“ fortgeführt. Schon hier fällt auf, dass die Band eine härtere Gangart einlegt. Darüber hinaus ist „Blizzard“ ein Titel, der textlich, gesanglich und musikalisch auf ganzer Linie überzeugen kann.

Noch härter wird es mit dem Track „Grendel“. Deutlich Einflüsse aus dem Core-Bereich sind zu hören und zeigen die Vielseitigkeit der Musiker auf. Trotz er Tatsache, es hier wohl mit dem härtesten Song des Albums zu tun zu haben, besitzt „Grendel“ hervorragende Ohrwurmqualitäten.

Auch den übrigen Liedern auf „Yggdrasil“ sind diese zu bescheinigen, während die eingangs erwähnten Songs mit gastmusikalischer Unterstützung für Abwechslung sorgen. Sowohl Chris Pohl in „Wölfe der Nacht“ als auch „Robse“ von Equilibrium in „Im Namen der Krähe“ erweisen sich als passend gewählte Unterstützung und sorgen für das gewisse Etwas auf „Yggdrasil“.

Jenes bietet auch „Sturmfänger“. Ausnahmsweise zeigen die vier Erdlinge hier, dass sie inmitten ihres brachialen Dark Metal auch ruhigere Töne anschlagen können. Und so kann sich der Hörer dem dabei aufkommenden Gänsehautgefühl nicht erwehren. Text und Gesang tun ihr Übriges dazu. Ein Highlight des Albums!

Erdling (Copyright: Marcel Kahner)

Der Titeltrack beendet schließlich nach knapp 39 Minuten das Album. Die ihm zugefügten nordischen Einflüsse runden den Song gelungen ab. Ein weiterer Dauerbrenner in des Hörers persönlichen Playlist – und definitiv eine Einladung zum wiederholten Konsum.

Fazit

Nach ihrem zunehmenden Erfolg mit dem letzten Album „Dämon“, setzen Erdling mit „Yggdrasil“ ein klares Statement. Das Album kommt zusätzlich als sympathische und durchdachte limitierte Fanbox daher, welche die Intention des Werkes unterstreicht. Doch ob in limitierter oder regulärer Kaufversion – in jedem Fall ist „Yggdrasil“ derart mit Ohrwürmern gespickt, dass es nicht leicht fällt, einzelne Songs explizit hervorzuheben. Platz für Kritik bleibt da nicht.

 

Video

Tracklist

01 Hel (Intro)
02 Blizzard
03 Wir sind Midgard
04 Hundert Welten
05 Am heiligen Hain
06 Im Namen der Krähe (feat. Robse Equilibrium)
07 Sturmfänger
08 Blut und Erde
09 Grendel
10 Wölfe der Nacht (feat. Chris Pohl)
11 Yggdrasil

Details

Erdling – Homepage | Erdling – Facebook

Label: Out of Line
Vö-Termin: 10.01.2020
Spielzeit: 38:50

Copyright Cover: Out of Line



Über den Autor

Jasmin
Jasmin
Musik ist Balsam für meine Seele