Review

„The Pit Is Ours“! Ja, es ist etwas abgedroschen, den EP-Titel als Einstieg eines Reviews zu wählen. Im Falle von Entera bietet es sich dennoch an, denn die Band bringt dieses Statement in Form einer kurzen und knackigen EP, erhältlich nur als Vinyl, die zudem auf handnummerierte 500 Stück limitiert ist, heraus.

„The Pit Is Ours“ ist noch jung, Entera hingegen bestehen bereits seit 1990. Dementsprechend gab es bei den Jungs aus Nürnberg bereits diverse Höhen und Tiefen zu überwinden, aber sie sind noch da und zeigen das auf „The Pit Is Ours“ auch.

Im ersten Moment fragt man sich jedoch, ob die EP, die man da gerade laufen lässt, aus den 90ern kommt, denn die Platte ist sehr natürlich gehalten, um eine Livesituation zu kreieren – und das funktioniert richtig gut.
Das Schlagzeug ist schön knackig und wird von Dom ziemlich tight gespielt, was bei den schnellen Doublebass-Passagen nicht einfach sein sollte.
Die Gitarren sind jeweils mit Mikros an den Verstärkern aufgenommen. Der Charme der alten Zeit blüht auf. Das ist wirklich klasse und motiviert zum heimischen Abgehen. Alex ist ein flinker Gitarrist, der mit coolen Riffs um die Ecke kommt. Leider muss man nichtsdestotrotz gestehen, dass manche Parts etwas belanglos daherkommen und auch gut und gerne weggelassen werden könnten.

Im Titeltrack „The Pit Is Ours“ dreht die Band ordentlich auf und zielt auf den geliebten Circlepit ab. Der Song motiviert regelrecht dazu, denn Enteras Thrash Metal erinnert zwar an die gute alte Zeit, weshalb er aber noch lange nicht altbacken klingt.
Ein bisschen Slayer, ein wenig Morbid Angel und eine schnelle Doublebass bilden das Grundgerüst für diesen Song. Dazu gesellt sich die kräftige und gemeine Stimme des Leadsängers Carsten. Das Multitalent spielt nebenher auch noch Bass und das ziemlich schnell. Leider verkommt der Bass auf der Platte etwas zur zweiten Gitarren, da er nicht unbedingt als Bass fungiert. Aber gut, erstens handelt es sich um Thrash Metal, und zweitens hat die Band nur einen Gitarristen. Der Sound passt dennoch.

Entera (Copyright: Entera)

Entera (Copyright: Entera)

Während „I Hate“ anschließend eine Groovenummer par excellence darstellt, leidet „Cheating“ unter derselben Krankheit wie schon „The Pit Is Ours“. Die Riffs sind zu austauschbar, was schade ist, denn viele Riffs sind wirklich gut.

Mit „On Wednesdays Is The Flesh Day“ runden Entera ihre kurze EP dann auch schon ab. Solide Nummer, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Bemerkenswert ist hier das Tempo, das die Nürnberger an den Tag legen.

Fazit: Entera klingen nach Oldschool Thrash und sind doch ziemlich frisch unterwegs. Ihre kurze EP ist ein schönes Stück Musik für zwischendurch. Thrash Fans aufgepasst, Deutschland kann auch in diesem Feld einiges bieten.

Video

Trackliste

Seite A:
01 The Pit Is Ours
02 I Hate

Seite B:
01 Cheating
02 On Wednesday Is The Flesh Day

Details

Entera – Homepage
Entera – Facebook
Entera – Twitter

Label: Eigenproduktion
Vö-Termin: 00.00.2015
Spielzeit: 12:58

Copright Cover: Entera



Über den Autor

Marcus