Review

Das von den Szenegrößen Claus Larsen (Leæther Strip), Jürgen Engler (Die Krupps) und Dino Cazares (Fear Factory) gegründete neue Projekt DieKlute brennt mit seinem Debütalbum „Planet Fear“ ein Industrial-Feuerwerk ab.

Die Songs

Den Weg dafür ebnet zunächst der gelungene Opener „If I Die“.

Doch schon im Folgenden fällt es aufgrund der insgesamt gut ausgearbeiteten Kompositionen schwer, einzelne Songs explizit hervorzuheben. Mit „Planet Fear“ erschaffen DieKlute vielmehr ein Gesamtkunstwerk, dessen 12 Songs ausnahms- und kritiklos bestehen.

Dabei kann die Supergroup mit typischen Industrial-Beats ebenso punkten wie mit Gitarrenriffs, welche beispielsweise in „Rich Kid Loser“ oder „Out Of Control“ zu hören sind.

Darüber hinaus findet der Hörer auf „Planet Fear“ ausschließlich perfekt in Szene gesetzte Klangwelten, die u.a. in der Coverversion des 1988 erschienenen Puplic Enemy-Klassikers „She Watch Channel Zero?!“ herausragend präsentiert werden.

Während alle Titel auch auf gesanglicher Ebene überzeugen, stellt diesbezüglich „The Hangman“ ein wahres Highlight dar. Geschuldet ist dies vor allem dem perfekten Zusammenspiel von Melodie, Gesang, Beats und Gitarre.

Einen gut gewählten Abschluss findet „Planet Fear“ schließlich noch mit „MOFO“. Der Song hätte von DieKlute nicht besser platziert werden können und beschert dem Album ein krönendes Ende, das gleich zum nochmaligen Hören einlädt.

DieKlute (Copyright: DieKlute)

Apropos Hören: „It’s All In Vain“, zu dem auch das erste Musikvideo produziert wurde, wird nicht nur auf „Planet Fear“ zu hören sein, sondern sich ebenfalls im Soundtrack zum Horrorfilm „Devil’s Revenge“, an dem u.a. William Shatner mitwirkt, befinden. Eine beachtliche Leistung von dem Projekt, das mit vorliegendem Album immerhin erst das Erstlingswerk veröffentlicht.

Fazit

DieKlute präsentieren „Planet Fear“ in einer sensationellen Art und Weise, wie man sie in der Industrialszene nur sehr selten noch findet. Die Songs wirken weder eintönig noch langweilig, sondern bieten dem Hörer immer wieder überraschende Momente. Die in die Tracks eingebauten Sprachsequenzen machen das künstlerische Werk genauso spannend wie die im Industrial nicht üblichen Gitarrenriffs das Album zu etwas Besonderen machen. Den Weg in die heimischen Player sollte „Planet Fear“ daher ebenso finden wie den Weg in die Clubs.

Video

Tracklist

01 If I Die
02 Out Of Control
03 The Hangman
04 Rich Kid Loser
05 For Nothing
06 Human Error
07 It’s All In Vain
08 Born For A Cause
09 Infectious
10 Push The Limit
11 She Watch Channel Zero?!
12 MOFO

Details

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Label: Cleopatra Records
Vö-Termin: 01.02.2019
Spielzeit: 50:34

Copyright Cover: Cleopatra Records



Über den Autor

Jasmin
Jasmin
Musik ist Balsam für meine Seele