Review

Old School Death Metal ist derzeit hoch im Kurs, denn nachdem wir Genres wie Metalcore, Deathcore, Mathcore oder Brutal Death Metal überstanden haben, heißt der neue Trend Old School. Und dieses Konzept funktioniert. Es ist im Mainstream angekommen und viele junge Menschen wollen diese Art von Musik hören, auf CD besitzen und live sehen.
Eine Band, die diesen Style seit Längerem verfolgt und damit ziemlich viel Erfolg hat, ist Deserted Fear.

Seit 2007 aktiv, starteten Manuel, Fabian und Simon mit ihrem ersten Album „My Empire“ so richtig durch und werden auch jetzt noch bekannter und bekannter. Eine Stärke der Band ist das Livespiel und so spielen Deserted Fear mit vielen Größen zusammen und sind auf bekannten Festivals wie dem Summer Breeze oder dem Party San Open Air vertreten.

In ihr neues Album „Kingdom of Worms“ starten die Thüringer klassisch mit einem Intro, welches auch selbigen Namen trägt. Klischeehaft kommt es daher und offeriert ein monumentales Machwerk, welches allein durch seine Erhabenheit überzeugen kann. So suggeriert es das Intro dem Hörer zumindest.

Der folgende Track „Forging Delusions“ ist dann ein guter Song zum Auftakt und lädt zum Kopfnicken ein.

Gut gefällt mir jetzt schon der Sound. Die Gitarren klingen sehr natürlich. Etwas rotzig, aber das muss so und passt perfekt zum Gesamtbild. Die Drums klingen schön fett aber nicht übersättigt. Die Doublebass sowie Skank Beats klingen tight und machen Spaß auf mehr. Das schwedische Konzept geht also auf.

Songs wie „Call me your God“ oder „The Agony“ sind dann sehr solide Titel. Jetzt kommt aber der Dämpfer … Die Songs klingen leider ziemlich einheitlich. Ich bin nicht sicher, ob die Musikrichtung nicht so viel Freiraum für Kreativität lässt bzw. ob das von der Szene nicht gern gesehen wird, aber hier fehlt es einfach an innovativen, interessanten Riffs oder ganzen Songs.

Ein kleiner Lichtblick ist „Shattering the Soil“, da er mit viel Atmosphäre aufwarten kann und derart viel Energie in sich trägt, dass man den Kraken freilassen will. Eindeutig ein Kracher, der dann auch etwas interessantere Riffs enthält. Eignen wird er sich perfekt für Livesituation, weil er ein derber Hacksong ist, dennoch aber mit langsamen Parts die Meute in Bewegung hält.

Deserted Fear (Copyright: Lisa Vanovitch)

Deserted Fear (Copyright: Lisa Vanovitch)

Danach laufen die letzten Songs leider auch nur so durch. Nach mehreren Durchläufen bleibt die Langzeitmotivation, die Scheibe zu hören, auf der Strecke, was schade ist, denn Deserted Fear bleiben ihrer Linie treu und das ist auch gut so, denn viele Fans wollen das hören und werden auch an „Kingdom of Worms“ gefallen finden.

Fazit: „Kingdom of Worms“ kommt leider nicht an den Vorgänger „My Empire“ heran. Die Songstrukturen lassen nicht viel Platz für Kreativität und sind in ihrem Muster verfahren. Die Stimmung kommt dennoch super rüber. Etwas Bedrohliches, Gemeines ist auf dem Weg. Die Songs sind nicht schlecht, keine Frage, aber wirklich mitreißend auch nicht.
Bleibt zu sagen, dass Fans der alten Schule mit „Kingdom of Worms“ viel Spaß haben werden.

Supported diese Band, denn es handelt sich um einen heißen Exportschlager, der auch große Bühnen händeln kann.

Video

Tracklist

01 Intro
02 Forging Delusions
03 Kingdom of Worms
04 Call me your God
05 Wrath on your Wound
06 Torn by Hatred
07 The Agony
08 With Might and Main
09Shattering the Soil
10 Mortal Reign
11 Last of a fading Kind

Details

Deserted Fear – Homepage
Deserted Fear
– Facebook
D eserted Fear – G+

Label: FDA Rekotz
Vö-Termin: 24.10.2014
Spielzeit: 39:56

Copyright Cover: FDA Rekotz



Über den Autor

Marcus
Marcus