Review

Die finnische Melodic Metal Band Dark The Suns veröffentlicht mit „Suru Raivosi Sydämeni Pimeydessä“ ihr viertes Studio-Album.

Dieses wurde von den Fans schon sehnlichst erwartet, denn immerhin war die 2005 gegründete Band von 2013 bis 2020 inaktiv. Letztes Jahr entschieden sich Mikko und Inka Ojala aber, das Projekt als Duo fortzuführen, sodass man sich nun über zehn Trackssowohl auf Englisch als auch auf Finnisch – freuen darf.

Zu hören gibt es dabei – laut eigener Aussage – „schöne Pianomelodien und dunkle Vocals“.

Die Tracks

Tatsächlich klingt der Opener „Spirit in the Dark“ in der Einleitung wie der Soundtrack zu einem gruseligen Märchen. Trotz des harten Sounds sind Piano und Streicher gut zu hören. Zudem liefern sie eine Art Gegenpart zu den restlichen Instrumenten. Der Gesang kommt eher gegrowlt daher, was es allerdings schwer macht, den Text gut zu verstehen. Nur bei den leiseren Zwischenparts lässt sich dieser klar erkennen.

Das folgende „Everywhere“ wir mit einem Pianosolo eingeleitet, welches von sphärischen Klängen untermalt wird. Die Melodie des Pianos zieht sich wie ein roter Faden durch den gesamten Song und ist auch dann noch klar herauszuhören, sobald die restlichen Instrumente und der Gesang einsetzen. Insgesamt vermittelt der Song den Eindruck, dass seine rein instrumentalen Parts überwiegen.

Mit finnischen Lyrics geht es im Titeltrack „Suru Raivosi Sydämeni Pimeydessä“ weiter. Das Intro bestreiten diverse Streicher, die im gesamten Song dominieren. Leider werden dem Duo auch hier die „dunklen Vocals“ ein wenig zum Verhängnis, denn wie in den vorherigen Songs auch, wird eher gegrowlt als gesungen, sodass man inhaltlich kaum etwas versteht (selbst wenn die Texte auf Englisch wären).

Ein cleaner Gesangspart hätte auch „Hope in Our Hands“ sehr gutgetan, ist der Track doch eher von der langsamen Sorte. Vor allem weil die Melodie zart und zerbrechlich wirkt, hätte man sich gewünscht, dass sich der Gesang dementsprechend anpasst. Leider wird man eines Besseren belehrt.

Dark The Suns (Copyright: Dark The Suns)

Gesanglich gleicht auch „The Secrets of Time“ seinen Vorgängern. Schade, legt der Titel doch eine großartige musikalische Komplexität an den Tag. So gibt es nicht nur ein Wechselspiel aus Metal-Sound und Klavier, sondern auch diverse Stil- und Tempiwechsel zu vernehmen.

Während bei „Seeker“ das virtuose Klavierspiel sowie die technisch guten Gitarrensoli und in „Storm of Fire“ die instrumentale Komponente positiv hervorgehoben werden können, denn der Wechsel zwischen den verschiedenen Instrumenten gelingt perfekt und macht die Melodie interessant, langweilt der Gesang mit jedem Song mehr. Sicherlich gibt es den einen oder anderen Hörer, dem dies gefallen mag, alles in allem wird jedoch immer das Gleiche geboten und den Zugang zu den Texten zu finden, ist nur schwer möglich. Da macht auch „Shadows in the Void“ keine Ausnahme, obwohl der mit Pianosolo eröffnete und von Streichern begleitete Track etwas Abwechslung bietet, indem ein Wechsel von Flüstern zu Growlen stattfindet.

Fazit

Musikalisch fackeln Dark The Suns ein Feuerwerk ab. Die Mischung aus hartem Sound und den gegensätzlichen Streichen und dem Piano vereint sich hier perfekt. Auch die Tempiwechsel machen die Songs teilweise sehr abwechslungsreich. Den männlichen Gesangsparts hätte allerdings weniger Growlen gutgetan, denn dadurch ähneln sich die Songs leider zu sehr und es gibt keinen Track, der einem so wirklich unter die Haut geht.


Suru Raivosi Sydämeni Pimeydessä

Video

Tracklist

01 Spirit in the Dark
02 Everywhere
03 Suru Raivosi Sydämeni Pimeydessä
04 Hope in Our Hands
05 The Secrets of Time
06 Seeker
07 Storm of Fire
08 Taivas Itki Tulta
09 Shadows in the Void
10 Enkelsiipi

Details

Dark The Suns – Instagram | Dark The Suns – Facebook

Label: Inverse Records
Vö-Termin: 09.04.2021
Spielzeit: 44:20

Copyright Cover: Inverse Records



Über den Autor

Selina
Carpe Noctem