Review

Für fantastische Klangwelten sorgt das 2014 von Patrick M. Wenzel gegründete deutsche Electro-Projekt Cyanbaal mit seinem neuen und inzwischen zweiten Album „Life Without Exit“.

80er Dark Wave in neuem Gewand

Das Bestreben, 80er Dark Wave Klangwelten ein neues Gewand zu verpassen, sich dabei in Experimentierfreudigkeit zu üben und sich letztlich in keine Schublade stecken zu lassen, gelingt. Das zeigt bereits der Opener „Despicable“, der mit abwechslungsreichem Sound aufwartet.

Nicht minder perfekt ausgearbeitet folgen das deutlich aggressivere „Blind“ und „4 Places“. Insbesondere letztgenannter Titel stellt durch die Betonung der mit Hall und Zerrsound versehenen Stimme ein Highlight des Albums dar, birgt der Track dadurch doch reichlich Atmosphäre.

Während sich „Angel Park“ schließlich deutlich hörbar am Dark Wave der 80er orientiert und dazu verleitet, in Erinnerungen an diese Zeit zu schwelgen, kommen die Songs „Clipped Wings“ und „Western Ocean“ mit viel Intensität beim Hörer an.

Die gesangliche Leistung, gepaart mit den Klängen, die den Songs eine ausgeglichene, teils auch verstörend anmutende Stimmung verleihen, ist in ihrer Genialität auf Albumlänge kaum zu übertreffen.

Fazit

Den Dark Wave Sound der 80er Jahre neugewandet heraufzubeschwören und noch dazu wunderbare Klangwelten zu erschaffen, ist Cyanbaal mit ihrem Album „Life Without Exit“ mehr als gelungen. Für Hörer mit unkonventionellen Hörgewohnheiten ein Muss.

Video

Tracklist

01 Despicable
02 Blind
03 4 Places
04 Angel Park
05 A Damp Place
06 Dead Dolls In The Basement
07 Sanctified by Her Name
08 Clipped Wings
09 Last Beat of My Heat
10 Western Ocean

Details

Cyanbaal – Homepage
Cyanbaal – Facebook

Label: DarkSIGN-Records
Vö-Termin: 22.03.2019
Spielzeit: 52:32

Copyright Cover: DarkSIGN-Records



Über den Autor

Jasmin
Jasmin
Musik ist Balsam für meine Seele