Review

Es gibt viele gute Bands, die man nicht unbedingt auf dem Schirm hat. So sind wir ziemlich froh, dass wir von den türkischen Melodic Death Metallern Crimson Hill kontaktiert wurden, denn ihre Platte namens „Denied“, die uns daraufhin zwecks einer Rezension zur Verfügung gestellt wurde, kann einiges.

Das erkennt man bereits am Opener „Truth Within“. Dieser wird von einem kurzen, aber sehr atmosphärischen Intro eröffnet, welches recht schnell vom eigentlichen Track abgelöst wird.
Dieser überzeugt durch eine gut konstruierte Melodie und unglaublich aggressive Growls, die einen krassen Kontrast bilden.
Bereits jetzt erkennt man, dass Crimson Hill definitiv ein Händchen fürs Songwriting haben und zudem handwerklich recht begabt sind.

Das nun folgende „White turns to Black“ startet wohlklingend und melodiös. Diese fröhliche Grundstimmung wird zügig von den Growls durchbrochen. Im Gegensatz zum Opener, wo die „bösen“ von den „guten“ Momenten klar getrennt wurden, wird hier fröhlich in die Melodie gebrüllt, was ebenfalls sehr gut kommt. Insbesondere die genialen Soloparts der Gitarren gefallen ungemein.

Crimson Hill (Copyright: Crimson Hill)

Crimson Hill (Copyright: Crimson Hill)

Für „Twisted Fate“ haben Crimson Hill ein wenig an der Geschwindigkeitsschraube gedreht und bewegen sich ein wenig weg von den bisher eher im Mid-Tempo-Bereich angesiedelten Songs hin zu höheren Geschwindigkeiten.
„Twisted Fate“ bleibt dabei vor allem aufgrund des innovativen und ziemlich ungewöhnlichen Aufbaus hängen.
Der Song besteht aus vielen, sehr unterschiedlichen Passagen, die jedoch gekonnt und insbesondere stimmig zu einem gelungenen Song verbunden werden.

Ruhigere Klänge eröffnen den letzten Track dieser Scheibe, „Salvation“.
Diese werden jäh durch harten Sound durch- und unterbrochen, denn ab jetzt geben Crimson Hill Vollgas. Sie präsentieren einen gelungenen Rausschmeißer, der durchaus dazu verleitet, die „Repeat“-Taste zu drücken.

Mit „Denied“ haben Crimson Hill ein Debüt am Start, welches durchaus Lust auf mehr macht. Sicherlich handelt es sich um ein Erstlingswerk und es besteht in einigen Punkten noch Luft nach oben. So klingt die Produktion insgesamt beispielsweise ein wenig dünn, mehr Bässe hätten dem Ganzen durchaus gut getan. Zudem ist die Grundstruktur der Songs in weiten Teilen recht ähnlich, was aber nicht zu Langeweile führt, da sie durchaus unterschiedlich klingen.

Insgesamt kann man aber sagen, dass es sich bei „Denied“ um eine absolut hörenswerte Platte handelt, die Fans des Genres durchaus zusagen könnte.
Wir hoffen daher, dass die Jungs sich weiterentwickeln und die wenigen Kritikpunkte bei der nächsten Veröffentlichung ausbügeln.

Video

Tracklist

01 Truth Within
02 White turns to Black
03 Message to Continue
04 Blind with Hatred
05 Twisted Fate
06 My bloody Lover
07 Broken Mirrors
08 Wings of Death
09 Salvation

Details

Crimson Hill – Homepage
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Label: Eigenvertrieb
Vö-Termin: 08.07.2014
Spielzeit: 34:25

Copyright Cover: Crimson Hill



Über den Autor

Stefan †
Stefan †
Die Lücke, die Stefan als Magazinmitbegründer, Administrator, Redakteur und Freund durch seinen plötzlichen und viel zu frühen Tod im Dezember 2014 hinterlässt, bleibt groß. Er wird immer in unseren Herzen und ein Teil des DeepGround Magazines bleiben.