Review

Combichrist ist zurück: mit Feuer!

„One Fire“ – der Albumtitel des aktuellen Werks kommt nicht von ungefähr, ist es doch kurz gesagt eine gelungene Weiterentwicklung zum Vorgänger „This Is Where Death Begins“.

In großen Teilen erinnert das inzwischen neunte Studioalbum von Combichrist ebenfalls an den 2013 entstandenen Soundtrack zur Action-Videospiel-Reihe „Devil May Cry“ (DMC).

Besonders „Intro“, „Hate Like Me“ und „Broken United“ versetzen einen doch beim Zuhören augenblicklich zurück in die Vergangenheit.

Die Stärken des Frontmannes

Wer das Projekt um Andy LaPlegua kennt, weiß, dass er als Mastermind im stillen Kämmerlein den so typischen Sound kreiert – sofern man von „typisch“ überhaupt sprechen möchte bzw. kann. Der gebürtige Norweger ist und bleibt offen für Experimente. Er probiert sich aus an mal mehr und mal weniger dominierenden Industrial-Sequenzen, wendet sich aber immer mehr den Gitarren-Sounds zu. Auch diesmal wieder.

Combichrist (Copyright: Chad Michael Ward)

Der albumgebende Titel des insgesamt 13 Songs umfassenden Albums präsentiert die Stärke und den Nachdruck des Combichrist-Frontmannes und findet sich in gleicher Höhe mit Liedgut wie „2045“, „Understand“ und „Last Days Under The Sun“ wieder.

LaPlegua versteht es jedoch ebenso, ruhigere Töne anzuschlagen. So unter anderem mit dem bereits nicht mehr ganz unbekannten „Bottle Of Pain“ sowie „Interlude“ und dem abschließenden Song „The Other“.

Fazit

Man gewinnt schnell den Eindruck, dass sich auf diesem Album die gut 15 Jahre Erfolg des Projektes ausbalancieren und sich sowohl Fans der ersten Stunde als auch neue Fans gleichermaßen daran erfreuen dürften.

Video

Tracklist

01 Intro
02 Hate Like Me
03 Broken United
04 Guns At Last Dawn
05 Lobotomy
06 One Fire
07 Bottle Of Pain
08 2045
09 Interlude
10 Understand
11 California Über Alles
12 Last Days Under The Sun
13 The Other

Details

Combichrist – Facebook

Label: Out of Line Music
Vö-Termin: 07.06.2019
Spielzeit: 52:50

Copyright Cover: Out of Line Music



Über den Autor

Daggy
Daggy
Es war einmal...vor langer Zeit..., ein Mädel aus Bayern, das den Sprung von einer katholischen Klosterschule schaffte und ans andere Ende Deutschlands reiste. Dort absolvierte sie als eine der ersten Frauen ihren Dienst bei der Marine. Von dort aus führte ihr Weg zu ihrem jetzigen Job, der sie seither rund um die Welt führt. So lebte sie bisher in den USA (Atlanta), Berlin (ohnehin ihre Wahlheimat), Indien (Mumbai) und derzeit China (Peking). Dabei ist das Reisen, als auch das Fotografieren ein wesentlicher Teil von ihr. Das Ganze wird untermalt von ihren "exzessiven" Konzert- und Festivalbesuchen, denn Musik öffnet überall auf der Welt Tür und Tor.