Review

Was hauen der Corpsegrinder und seine Jungs denn da raus?
Nachdem „Evisceration Plague“ eher mittelmäßig war und „Torture“ auch keine Awards gewonnen hat, ist „A Skeletal Domain“, das neue Album von Cannibal Corpse, ein richtiger Brecher.

Sofort starten Cannibal Corpse im Opener „High Velocity Impact Spatte“ durch. Das Monstrum beginnt mit einem psychedelischen Intro aus Gitarrengefiepe und einem kreischenden George Fisher. Der Sound ist dermaßen geil, man möchte ihn sofort auf andere Platten adaptieren.
Die Gitarren sind wie immer pfeilschnell und fräsen sich ins Knochenmark. Bei Drummer Paul bin ich mir gar nicht mehr sicher, ob er noch dran sitzt; so fix und knallig war die Schießbude lange nicht mehr. Richtig fette Blastbeats treffen auf Doublebass Gewitter vom Feinsten. Schon hier fällt auf, dass die Jungs das Tempo deutlich anziehen.

Nach den ersten drei Songs stellt sich auch noch keine Ermüdung ein. „Sadistic Embodiment“ sowie „Kill or Become“ können ebenfalls durch coole Riffs und fiese Growls überzeugen.

Der Titeltrack ist dann feinste Brutal Death Metal Kost und walzt alles nieder. Es ist bemerkenswert, was Cannibal Corpse noch nach all den Jahren schreiben und auf eine Platte schmeißen.

Wenn es so wie die letzten Jahre lief, dass Bassist Alex Webster die meisten Songs der Platte geschrieben hat, dann frage ich mich jedes Mal, wie man am Bass eigentlich funktionierende Gitarrenspuren zusammenstellen kann. Dabei lässt sich Alex selbst wenig Platz zum Luftholen.
Die Songs auf „A Skeletal Domain“ sind technisch nicht das Anspruchsvollste, was Cannibal Corpse je geschrieben haben, jedoch muss der Wechselschlag an der Gitarre funktionieren, und da Herr Webster Spinnenhände hat, sehe ich kein Problem, dass diese Songs auch live zünden und sehr nah an die digitale Version herankommen.

Cannibal Corpse (Copyright: Cannibal Corpse)

Cannibal Corpse (Copyright: Cannibal Corpse)

The „Murderer’s Pact“ erinnert an ziemlich modernen Metal. Viel Groove und zum Ende hin ein klassisches Cannibal Corpse Solo. Dieser Song hat es mir angetan, denn er kommt auch ohne Blasts und übermäßig schnelle Riffs aus.

In diesem Fall geht die ganze Platte so weiter. Es gibt keinen wirklichen Durchhänger. Cannibal Corpse laufen zu Höchstformen auf und treten voll aufs Gaspedal.

Daher steuern Cannibal Corpse mit ihrem neuen Album „A Skeletal Domain“ ihren Beitrag zum Brutal Death Metal bei. Die Scheibe ist stark, ohne Frage. Alle Mitglieder sind gewachsen, vor allem denke ich da z.B. an Paul oder Alex. Die Beats fliegen dem Hörer nur so um die Ohren, ebenso die Basslinien. Der Sound der Gitarren ist schon immer fräsend gewesen, das ist er auch auf „A Skeletal Domain“. Die klassischen Death Metal Soli sind genauso vertreten, wie die geniale Stimme des Herrn Fisher.
Es gibt keinen wirklich negativen Punkt an der Platte, was zum Ergebnis hat, dass „A Skeletal Domain“ an keinem Death Metal Fan im Jahre 2014 vorbeigehen darf. Sie ist ein Muss und zeigt, wer der Meister des Brutal Death ist!

Video

Tracklist

01 High Velocity Impact Spatte
02 Sadistic Embodiment
03 Kill or Become
04 A Skeletal Domain
05 Headlong into Carnage
06 The Murderer’s Pact
07 Funeral Cremation
08 Icepic Lobotomy
09 Vector of Cruelty
10 Bloodstained Cement
11 Asphyxiate to Resuscitate
12 Hollowed Bodies

Details

Cannibal Corpse – Homepage
Cannibal Corpse – Facebook
C annibal Corpse – Twitter

Label: Metal Blade
Vö-Termin: 15.09.2014
Spielzeit: 43:53

Copyright Cover: Metal Blade



Über den Autor

Marcus
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